Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Neue Lernformen in der beruflichen Integrationsförderung


Autor/in:

Thau, Wolfgang; Richter, Ralf; Kendzia, Michael [u. a.]


Herausgeber/in:

Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik - INBAS


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2002, 116 Seiten: DIN-A4, ISBN: 3-932428-30-7; 978-3-932428-30-2


Jahr:

2002



Abstract:


Die Handreichung soll MitarbeiterInnen in der beruflichen Integrationsförderung bei der Entwicklung und Einführung in die Arbeit mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien Hilfestellung geben.

Das erste Kapitel behandelt die Veränderungen, die sich durch den Einzug des PCs und des Internets auf breiter Basis vollzogen haben. Vor dem Hintergrund aktueller Untersuchungsergebnisse in Bezug auf Medienrezeption wird hier der Frage nachgegangen, wie sich gesellschaftliche Kommunikationsprozesse bereits verändert haben und welche Folgen sich daraus für die Vermittlung von Medienkompetenz ergeben. Das schließt auch die Frage ein, wie vorhandene Wissensbestände in einem Übergang zur Wissensgesellschaft in Zukunft organisiert werden können. Wenn das Konzept Lebenslanges Lernen angesichts massiver Krisen zu einer Lebens- und Überlebensfrage wird, dann muss auch eine Lernkultur etabliert werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und seine Kompetenzen entsprechend fördert. Es stellt sich die Frage, welche Rolle und Funktion die neuen Medien da einnehmen können, wie das didaktische Design der Lernangebote auszusehen hat und welche Kompetenzen vom Menschen der Zukunft erwartet werden.

Die Antworten darauf versucht das zweite Kapitel zu geben. Wie müssen sich in Zukunft Bildungsinstitutionen verändern, um den Anforderungen der Wissensgesellschaft angemessen begegnen zu können? Wie kann vor dem Hintergrund des Einzugs der neuen Medien in die Klassenzimmer das traditionelle Schüler-Lehrer-Verhältnis aufgebrochen werden? In diesem Kapitel nimmt das Lernen eine zentrale Schlüsselposition ein. Die unterschiedlichen Lerntheorien und ihr Niederschlag in internet- und computerbasierten Angeboten werden vorgestellt. Ferner befasst sich das Kapitel mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Lernumgebungen und stellt das Thema E-Learning ausfürlicher dar. Anschließend werden gewonnene Erfahrungen in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen im Kontext reflektiert.

Eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung durchgeführte Befragung von circa 400 Maßnahmeträgern berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen sowie eine weitere im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführte Untersuchung der durch die Arbeitsvermittlung finanzierten Internetcafés bilden die Ausgangspunkte des dritten Kapitels. Schon seit längerer Zeit scheint das niederschwellige Angebot vieler Internetcafés den Lebensnerv benachteiligter Jugendlicher zu treffen. Wenn also die Arbeit mit den neuen Medien Bestandteil der sogenannnten vierten Kulturtechnik wird, dann müssen neue Wege diskutiert und beschritten sowie die konventionellen Curricula neu überdacht werden. Als Konsequenz müssten die Maßnahmeträger zukünftig eine Ausbildung in mindestens einem der neuen IT-Berufe anbieten oder in den berufsvorbereitenden Maßnahmen beispielsweise den Europäischen Computer-Führerschein (ECDL) als festen Bestandteil integrieren.

Nach der intensiven Auseinandersetzung mit komplexen Themen in den ersten drei Kapiteln liefert das 4. Kapitel Beschreibungen aus dem Tätigkeitsfeld ausgewählter Praxisprojekte der Integrationsförderung. Die dargestellten sieben Praxisprojekte haben die Arbeit mit dem Computer gemeinsam, und diese selbstverständlich produktorientiert - ob zur CD-ROM-Erstellung, zur Gestaltung von Websites und Herstellung eigener multimedialer Lernsoftware, als Kommunikationsmedium zur Ausbildungsvermittlung oder zur Herstellung eigener Werbeinformationen. Der Computer ist bereits vollkommen in den Arbeits- und Ausbildungsalltag integriert. Die Praxisreportagen dieses Kapitels stellen das jeweilige Projekt mit seinen Initiatoren in den Mittelpunkt.

In Kapitel 5 werden drei unterschiedliche Projekte vorgestellt, die nicht im Bereich der Integrationsförderung angesiedelt sind. Hier wird in Interviewform ein Arbeitsbereich einer Frankfurter Gesamtschule beschrieben und aufgezeigt, wie auch unter den Bedingungen schulischer Strukturen innovative Ansätze und Medienprojekte durchgeführt werden können. Ein anderes Beispiel beschreibt, wie eine gesamte Region ihr Schulsystem umgebaut und neu strukturiert hat. Das Durham Board of Education in Ontario/ Kanada ist durch seinen Umbau und die damit verbundene Bildungsphilosophie weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Ein weiteres Projekt mit dem Titel TeleMentoring stammt ursprünglich aus den USA und ist vom Europäischen Zentrum für Medienkompetenz GmbH für die Region NRW adaptiert worden.

Abschließend wird die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Projektgruppe 'Medienkompetenz für benachteiligte Jugendliche' und ihre Arbeit vorgestellt.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


INBAS GmbH
Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH
Homepage: https://www.inbas.com/startseite.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0206


Informationsstand: 18.12.2003

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