Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wie wirkt berufliche Rehabilitation und Integration psychisch kranker Menschen?

Ergebnisse einer kontrollierten Studie



Sammelwerk / Reihe:

Forschung für die Praxis - Hochschulschriften


Autor/in:

Brieger, Peter; Watzke, Stefan; Galvao, Anja [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bonn: Psychiatrie, 2012, 7. Auflage, 144 Seiten, ISBN: 978-3-88414-397-1


Jahr:

2012



Abstract:


Der oft zitierte Satz: 'Jeder Mensch will nötig sein' beschreibt die hohe Bedeutung sinnvoller Tätigkeit für die soziale und psychische Befindlichkeit eines jeden Menschen. Dennoch sind es gerade die besonders empfindlichen, verletzbaren Menschen mit psychischen Erkrankungen, die die geringsten Chancen zur beruflichen Verwirklichung haben. Die Gründe liegen nicht nur in der gegenwärtigen Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit, sondern auch in der nach wie vor nicht gegebenen Gleichstellung somatisch und psychisch Erkrankter.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Diskussion um die verschiedenen Formen der Rehabilitation in den letzten Jahren immer mehr verstärkt und differenziert.

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wirkung beruflicher Rehabilitation unter folgenden Fragestellungen:
- Kann berufliche Rehabilitation auch heute noch die Chancen psychisch Kranker auf Beschäftigung erhöhen?
- Welche positiven und negativen Wirkfaktoren für den Rehabilitationserfolg gibt es?
- Was geschieht während des Reha-Prozesses an förderlichen und hemmenden Aspekten?
- Welche Rolle spielt die berufliche Reha im Gesamtrahmen psychiatrischer Versorgung?

Im Ergebnis können die Autoren differenziert die Wirksamkeit rehabilitativer Maßnahmen auf Funktionsniveau und berufliche Situation der betroffenen Menschen nachweisen. Daraus entwickeln sie die Forderung, Rehabilitation zum integrativen und verbindlich planbaren Bestandteil gemeindepsychiatrischer Versorgung im Rahmen einer personenzentrierten, integrierten Behandlungs- und Rehabilitationsplanung zu machen.

Ein weiteres Ergebnis besteht in der Forderung, medizinische Leistungen als Teil der beruflichen Rehabilitation zu betrachten, da Veränderungen auf der Ebene der Krankheitssymptome direkten Einfluss auf den Rehabilitationsverlauf haben, bis hin zum Abbruch der Maßnahme.

Die Arbeit ist im Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt/Mecklenburg-Vorpommern an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg entstanden und wurde durch das BMBF gefördert.

[Aus: Verlagsinformation]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Psychiatrie Verlag
Homepage: https://www.psychiatrie-verlag.de/startseite.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0752


Informationsstand: 06.06.2012

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