Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Selbstbestimmung in der Rehabilitation - Erfahrungen und Forderungen der Angehörigen von Menschen mit Behinderung


Sammelwerk / Reihe:

Interdisziplinäre Schriften zur Rehabilitation: Selbstbestimmung in der Rehabilitation - Chancen und Grenzen


Autor/in:

Kandel, Isaac; Müller-Erichsen, Maren


Herausgeber/in:

Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter e.V. (DVfR); Rische, Herbert; Blumenthal, Wolfgang


Quelle:

Ulm: Universitätsverlag Ulm, 2000, Seite 18-26


Jahr:

2000



Abstract:


Vorwort: Der Beitrag wurde als Referat anlässlich der Jubiläumsfeier 90 Jahre Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter (DVfR) in Berlin von der Stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Lebenshilfe, Maren Müller-Erichsen, vorgetragen. Die Referentin ist seit einigen Jahren auch Vorsitzende des Deutsch-Israelischen Vereins für Rehabilitation und erlebt die Entwicklung der Behindertenpolitik in Israel gleichermaßen.

Ein Vergleich der Entwicklungen in beiden Ländern ist insofern interessant, weil einerseits in Israel und in Deutschland nach der NS-Euthanasie, das heißt zur gleichen Zeit ein neues Zeitalter für das Lebensrecht der Menschen mit Behinderung begann und andererseits circa 80 Prozent der Familien in Israel ihre Wurzeln in Deutschland beziehungsweise Europa haben.

Der Mitautor, Dr. Isaack Kandel, war als leitender Beamter und Staatssekretär des Sozialministeriums in Israel circa 30 Jahre mitverantwortlich für die Behindertenpolitik in Israel, gleichzeitig war und ist er bis heute Dozent für Psychologie und Sonderpädagogik an verschiedenen Universitäten (Hebrew-Universität Jerusalem, Universität Haifa, BAR-ILAN-Universität) in Israel tätig. Heute ist Isaack Kandel Generaldirektor des Deutsch-Israelischen Vereins für Rehabilitation.

Die Länder Israel und Deutschland haben die Deklaration der Vereinten Nationen für die Rechte geistig behinderter Menschen (Dezember 1971) und die Rechte behinderter Menschen (Dezember 1975) unterzeichnet.

Die Gesetzgebung beider Länder orientiert sich an diesen Grundaussagen der UN. Wir können aber feststellen, dass die Ziele der Deklarationen von 1971 und 1975 bis heute noch nicht voll verwirklicht sind, dies gilt vor allem für den Grundsatz der Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Auf Grund der Gesetzgebung in beiden Ländern besteht sogar die Gefahr, dass das Lebensrecht ungeborener Menschen im höchsten Maße gefährdet ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Interdisziplinäre Schriften zur Rehabilitation: Selbstbestimmung in der Rehabilitation - Chancen und Grenzen'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Kommunikations- und Informationszentrum Ulm (kiz)
Homepage: https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/kiz/

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Referenznummer:

R/NV0847X09X01


Informationsstand: 15.08.2006

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