Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Interne MBOR-Belastungserprobung: Ergebnisse eines standardisierten neurokognitiven Prüfverfahrens

Poster auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Claros-Salinas, Dolores; Menzel, D.; Dettmers, C.


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 59-61


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Das MBOR-Anforderungsprofil (Deutsche Rentenversicherung, Stand 2015) definiert Belastungserprobung als eine primär diagnostische Leistung, für welche möglichst realitätsnahe Arbeitsbedingungen bereitgestellt werden. Für die Belastungserprobung neurologischer Patienten und Patientinnen, bei denen neurokognitive Leistungsdefizite häufig die berufliche Teilhabe entscheidend bestimmen, wurde ein Prüfverfahren entwickelt, das kognitive Anforderungen mit möglichst allgemeiner beruflicher Relevanz enthielt, durch Parallelformen (Version A vs. B) einen Leistungsvergleich im Tagesverlauf ermöglichte und mit einer erprobten circadianen Aufmerksamkeitsprüfung (Claros-Salinas et al., 2010) kombiniert wurde. Geklärt werden sollte, inwieweit an einer Stichprobe neurologischer MBOR-Patienten und -patientinnen, mit diesem Verfahren kognitive Belastungsminderungen objektivierbar sind.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass ein Vergleich der Vormittags- zur Nachmittagsleistung bei berufsorientierter, neurokognitiver Belastungserprobung unter klinischen Bedingungen nicht durchgängig zu Leistungsverschlechterung führt. Vielmehr scheint ein Einfluss der Aufgabenkomplexität zu bestehen: bei kognitiven Aufgabenstellungen mit höheren exekutiven Anforderungen zeigten sich Leistungsverschlechterungen, bei numerisch basalen Anforderungen waren auch Leistungszuwächse beobachtbar, die als Übungseffekte zu werten sind.

Unabhängig davon wiesen die Veränderungen der circadian gemessenen Alertness-Werte auf eine über den Tag linear abnehmende kognitive Belastbarkeit hin, wie sie auch bei vorangegangenen Studien (Claros-Salinas et al., 2010; 2013) sowohl bei allgemeiner als auch bei erhöhter Belastung (mehrstündige, neuropsychologische Testung) nachweisbar waren. Die diagnostische Relevanz der neurokognitiven MBOR-Belastungserprobung ist für den Einzelfall durch systematischen Bezug auf die individuellen Leistungsanforderungen am Arbeitsplatz des Rehabilitanden oder der Rehabilitandin und umfassende Berücksichtigung von Kontextfaktoren abzusichern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129707


Informationsstand: 01.07.2019

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