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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rückkehr zur Arbeit nach psychischer Krise: Vernetzung von betrieblichen und klinischen Akteurinnen und Akteuren im Return-to-Work-Prozess

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Schwarz, Betje; Stegmann, Ralf; Wegewitz, Uta


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 263-265


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Psychische Erkrankungen sind nicht nur weit verbreitet, sondern führen häufig auch zu Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit und Erwerbsteilhabe (Wege, Angerer, 2013). Um Betroffene frühzeitig und bedarfsorientiert versorgen und in ihrer betrieblichen Wiedereingliederung gezielt unterstützen zu können, wurden in den vergangenen Jahren Angebote entwickelt, die durch eine engere Zusammenarbeit medizinisch-therapeutischer und betrieblicher Akteurinnen und Akteure sowie einen stärkeren Arbeitsplatzbezug gekennzeichnet sind (Wege et al., 2014).

Ziel der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie war es, eine möglichst heterogene Auswahl solcher Angebote vertiefend zu untersuchen, die unterschiedlichen Ansätze der Vernetzung und Arbeitsplatzorientierung zu rekonstruieren und in ihren Wirkungen auf die betriebliche Wiedereingliederung der Betroffenen zu beschreiben sowie auf dieser Basis Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Dissemination abzuleiten.

Den untersuchten Angeboten ist gemein, dass sie bestehende Defizite der Regelversorgung durch Vernetzung und Arbeitsplatzorientierung überwinden: Betroffene werden frühzeitig erkannt und durch die zeitnahen bedarfsorientierten Angebote sowohl in ihrem Genesungsprozess als auch in ihrer betrieblichen Wiedereingliederung gezielt unterstützt.

Die Fokusse und Vorgehensweisen der rekonstruierten Ansätze sind hierbei zugleich Stärke (im Sinne der spezialisierten Bearbeitung eines wichtigen Bestandteils des Genesungs- und Rückkehrprozesses) und Begrenzung (im Sinne einer Gefahr der Vernachlässigung des jeweils anderen Bestandteils), und sollten daher künftig systematisch miteinander kombiniert werden.

Soll betriebliche Wiedereingliederung nachhaltig sein, müssen individuelle und betriebliche Passung gleichermaßen Berücksichtigung finden. Die Vernetzung betrieblicher und medizinisch-therapeutischer Akteurinnen und Akteuren ist hierfür kein Garant, aber ein idealer Ausgangspunkt. Die Ergebnisse der Studie bilden die Basis eines Praxisleitfadens, der aufzeigt, wie eine stärkere Vernetzung zwischen betrieblichen und medizinisch-therapeutischen Akteurinnen und AKteuren gelingen und zur erfolgreichen betrieblichen Wiedereingliederung Betroffener beitragen kann.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129768


Informationsstand: 27.06.2019

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