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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

E-Government-Handbuch


Sammelwerk / Reihe:

BSI-Schriftenreihe zur IT-Sicherheit, Band 11


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

WEB for ALL; Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB); Evangelische Stiftung Volmarstein


Quelle:

Köln: Bundesanzeiger, 2003, Ergänzte Ausgabe, 1200 Seiten: DIN-A5, 3 Ordner, Loseblattsammlung, ISBN: 3-89817-180-9


Jahr:

2003



Abstract:


Zur Förderung der Initiative BundOnline 2005 sowie zur Unterstützung der Landes- und Kommunalbehörden entsteht unter Federführung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das E-Government-Handbuch. Das Handbuch ist als Nachschlagewerk und zentrale Informationsbörse zum Thema E-Government konzipiert. Da dieses Thema extrem vielseitig und dem ständigen Wandel in Recht und Technik unterworfen ist, wird das E-Government-Handbuch sukzessive aus einzelnen Modulen zusammengesetzt.

Neben Informationen zur Organisation und zum IT-Einsatz im E-Government werden insbesondere IT-sicherheitstechnische Empfehlungen zur Verfügung gestellt. Die derzeitigen Inhalte des Handbuchs verstehen sich dabei nicht als Vorgabe oder Regelung, vielmehr haben sie empfehlenden Charakter.

Seit Mitte Februar 2003 ist SAGA (Standards und Architekturen in E-Government-Anwendungen) fester Bestandteil des E-Government-Handbuchs. SAGA beschreibt die empfohlenen technischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Kommunikation und Interaktion von IT-Systemen der Bundesbehörden. Dabei ist SAGA kein festgeschriebenes Dokument, sondern wird ständig weiterentwickelt. Für den offenen, kontinuierlichen Prozess werden neueste Entwicklungen und Erkenntnisse in Bezug auf Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen in das Dokument integriert. Expertenmeinungen aus Wirtschaft und Verwaltung sowie Kommentare aus dem SAGA-Forum werden ausgewertet und fließen in die Fortschreibung ein.

Die Auswahl geeigneter Themen für die Fortschreibung des E-Government-Handbuchs erfolgt über ein Steuerungsgremium, das sich derzeit aus Mitgliedern des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Destatis, dem Bundesverwaltungsamt und der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) zusammensetzt. Dadurch werden die Zielvorgaben der Initiative 'BundOnline 2005' berücksichtigt und aktuelle Projektfortschritte des Umsetzungsplans integriert. Es entsteht eine gemeinsame inhaltliche E-Government-Struktur.

Das Handbuch wendet sich an
- E-Government-Koordinatoren und -Teams sowie Entscheider in Bund, Ländern und Kommunen,
- Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, die an E-Government-Konzepten und -Lösungen arbeiten,
- Behördenmitarbeiter und
- Bürger, die sich für Themen rund um E-Government interessieren.

Es verfolgt den Zweck,
- Hilfe zur Selbsthilfe bei der Einführung von E-Government in Behörden,
- Grundlage der begleitenden Beratung von Bundesbehörden bei der Einführung von E-Government durch das BSI oder durch die zu bildenden Kompetenzzentren,
- Beitrag zur Standardisierung von kommerziellen Produkten für den Einsatz im E-Government durch richtungsweisende Empfehlungen innerhalb des Handbuchs.

Das E-Government-Handbuch ist in sieben Kapitel aufgeteilt, die verschiedene Zielsetzungen haben und teilweise auch verschiedene Zielgruppen erreichen sollen. Im Folgenden werden die Kapitel kurz vorgestellt, die eigentlichen Module finden Sie sowohl in der Loseblattsammlung als auch im Online-Handbuch. Die Kapitel-Überschriften sind direkt mit den Texten des jeweiligen Kapitels verlinkt.

I. Sensibilisierung
Unter dem Motto 'Was bedeutet E-Government für mich?' enthält das erste Kapitel Informationen zur Sensibilisierung mit dem Thema E-Government für unterschiedliche Zielgruppen. Das Modul 'Chefsache E-Government' richtet sich an die Behördenleiter und gibt Hinweise für die ersten umzusetzenden Schritte. Ein geplantes Modul 'E-Government für Jedermann' wird für alle an E-Government Interessierten eine erste Einführung in das Thema geben und dabei insbesondere Sicherheitsfragen ansprechen.

II. Grundlagen
Auf welchen Grundlagen basiert E-Government? Begriffsdefinitionen im Bereich der Klassifikation vereinfachen oder ermöglichen erst die konsistente Verständigung. Das geplante Modul 'Rechtliche Rahmenbedingungen für E-Government' soll diejenigen Regelungen und Gesetze für den Praktiker verständlich zusammenstellen, die bei der Konzeption und Umsetzung von E-Government-Projekten berücksichtigt werden müssen.

III. Phasenplan
Hier ist der Einstiegspunkt für Projektleiter, die die Einführung von E-Government innerhalb ihrer Behörde koordinieren. Unter der Leitfrage 'Wie führe ich E-Government ein?' ist der Phasenplan als Vorschlag zu verstehen, wie Dienstleistungen online bereitgestellt werden können, Schritt für Schritt. Der Phasenplan basiert auf ersten Erfahrungen; er wird im Zusammenhang mit der Beratung überarbeitet und fortgeschrieben. Bei Bedarf wird bei den einzelnen Aktivitäten auf Module innerhalb der nachfolgenden Kapitel verwiesen, die bestimmte Aspekte eingehender behandeln. Ganz aktuell enthält das Kapitel ein Modul als Beispiel zur Anwendung der ersten drei Phasen des Phasenplans.

IV. Thematische Schwerpunkte
Zu Schwerpunktthemen im Bereich E-Government entstehen hier Module, die einzelne Aspekte eingehend behandeln. Die Module richten sich einerseits an die E-Government-Teams als inhaltliche Ergänzung zum Phasenplan. Sie richten sich andererseits aber auch an alle allgemein an E-Government Interessierten, die unabhängig vom Phasenplan Informationen zu bestimmten Themen suchen. Das Kapitel ist derzeit in zwei Abschnitte unterteilt.

A. Anforderungen und Qualitätssicherung
Eine Web-Seite ist schnell gemacht, aber entspricht ein Behörden-Auftritt den Anforderungen und Wünschen der Behördenkunden? Erfüllt er rechtliche Vorgaben? Wie sieht es mit Datenschutz und Datensicherheit aus? Mindestanforderungen und Kann-Forderungen werden in Kürze im Modul 'Qualitätskriterien für einen bürgerfreundlichen und sicheren Internet-Auftritt' zusammengestellt. Für den Bereich des E-Commerce hat die Initiative D21 Mindestanforderungen definiert, die in einem bereits veröffentlichten Modul vorgestellt werden. Ein weiteres Modul mit dem Titel 'Bewertungskriterien für potenziell online-fähige Dienstleistungen' behandelt die Frage, welche Dienstleistungen überhaupt online bereitgestellt werden können oder sollen.

B. IT und IT-Sicherheit
Die Einführung von E-Government bedeutet auch die Neuanschaffung oder Neustrukturierung von Informationstechnik (IT). Hierbei muss ein besonderer Fokus auf den Sicherheitsaspekten liegen. Diverse Module stellen Lösungsvorschläge für sichere IT-Systeme vor, geben einen Überblick über kryptographische Methoden. Ein Modul zu Mechanismen und Anwendungsfeldern der Authentisierung ist derzeit in Arbeit.

V. Spezifikationen und Lösungen Niemand möchte das Rad zwei Mal erfinden. Um Doppelarbeit zu vermeiden und Einheitlichkeit beziehungsweise Kompatibilität zu erreichen, werden in diesem Kapitel des Handbuchs Spezifikationen, Plattformen und Praxisbeispiele zusammengestellt.

Das Kapitel gliedert sich in vier Abschnitte:
A. Standards und Spezifikationen
In diesem Abschnitt ist nach Fertigstellung der Version 1.1 das SAGA-Papier (Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen) aufgenommen worden, das für Bundesbehörden verbindliche, empfohlene und unter Beobachtung stehende Standards für E-Government zusammenstellt.

B. Leitfäden folgen später

C. Plattformen
Gemeinsame Plattformen erlauben, den Entwicklungsaufwand für E-Government-Projekte drastisch zu reduzieren. Nach und nach werden hier bundesweite Plattformen vorgestellt. Aktuell ist ein Modul über 'Netzplattformen' eingestellt, das u. a. den Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) vorstellt.

D. Praxisbeispiele
Lernen vom Besten ist ein Leitmotiv der Initiative BundOnline 2005. In einem kompakten Modul werden die Modellprojekte dieser Initiative vorgestellt. Darüber hinaus werden weitere viel versprechende Praxisbeispiele in eigenen Modulen präsentiert.

Sie haben als Behörde eine praktikable Lösung, die für andere E-Government-Verantwortlichen von Interesse sein könnte? Das BSI begrüßt ausdrücklich Beiträge der Verwaltung! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wollen Sie uns Ihren Beitrag schriftlich zur Verfügung stellen, stellen wir Ihnen gerne eine Dokumentenvorlage zur Verfügung.

VI. Hilfsmittel
Der Werkzeugkasten des Handbuchs vereint Hinweise auf nutzbare, möglichst kostenlose Hilfsmittel und konkrete Materialien, die direkt 'aus dem Handbuch' heruntergeladen werden können. Ferner werden für E-Government wichtige Studien direkt zugänglich gemacht.

VII. Rechtsgrundlagen
In der Loseblattsammlung befinden sich im siebten Kapitel einige Originaltexte von Gesetzen und Verordnungen, die im Zusammenhang mit dem Thema E-Government von Bedeutung sind, wie zum Beispiel das Signaturgesetz.

Fragen, Anregungen, Themenvorschläge usw. Fragen, Anregungen und Kritik sowie Themenvorschläge für neue Module sind stets willkommen. Bei Fragen zu veröffentlichten Modulen können Sie sich direkt an die Autoren wenden, die in jedem Modul benannt sind. Es gilt die jeweils aktuelle Fassung der Module.

Kontakt/Ansprechpartner


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

E-Government Manual


Abstract:


In support of the federal initiative BundOnline 2005, the BSI is publishing the E-Government Manual. At the same time, the manual aims at supporting regional and local authorities. The manual is designed as a reference book and central stock of information around the topic of e-government. As this is a wide topic that is subject to the steady change of law and technology, the e-government manual is being continously extended.

As well as the online version, the manual may also be obtained from the Bundesanzeiger Verlag publishing house as a set of loose-leaf pages(ordering information).

Besides information concerning organisational topics and the use of IT in e-government projects, special emphasis is laid on recommendations concerning IT security. At present, the contents of the manual are not compulsory but only recommendations. All texts that are finished by now are available on-line.

Whom does the manual address?
- project leaders and project groups as well as decision makers in e-government projects in federal, regional and local authorities,
- employees in research and development who work on concepts and solutions for e-government
- civil servants and citizens who are interested in the topic of e-government.

What does the manual aim at?
- enabling authorities to introduce e-government processes by their own means,
- forming the base for consulting activities by the BSI or the competence centers about to be formed,
- contributing to standardizing commercial products that are intended to be used in e-government.

The E-Government Manual is separated into seven chapters with different objective targets. In the following, the chapters are shortly presented. The english version of the modules can be found in the on-line version of the manual. The titles of the chapters are directly linked to the related texts within the on-line manual.

I. Awareness raising
Following the question 'What does e-government mean to me?', the first chapter contains information aimed at creating awareness of the subject of e-government among various target groups. 'Top priority e-government' is directed at the heads of public agencies and provides information on the first steps to be implemented. 'E-government for everyone' will provide an introduction to the subject for everyone who is interested in e-government and, in particular, it will refer to the security issues.

II. Basics
What is e-government based on? Definitions of terms in the area of classification simplify communication or may actually be necessary to make it consistent. The planned module entitled 'Legal principles for e-government' is directed at the practitioner and is intended to summarise in a comprehensible form those regulations and laws which have to be considered in the design and implementation of e-government projects.

III. Phase Plan
This is the entry point for project leaders who are co-ordinating the introduction of e-government within their own organisations. Following the question 'How does one introduce e-government?', the Phase Plan should be viewed as a suggestion as to how services can be put online, step by step. The Phase Plan is based on first experiences. It will be reviewed and updated, taking advice as necessary. If appropriate, under the individual activities the reader will be referred to modules within the main topic area that cover particular aspects in more detail.

IV. Main Topics
Modules that cover individual aspects in detail address major topic areas relating to e-government. On the one hand the modules supplement the material contained in the Phase Plan and are thus directed at the E-Government Teams. On the other hand, however, they are also aimed at anyone who has a general interest in e-government and is in search of information on particular topics independently of the Phase Plan. At present, the chapter is divided into two sections.

A. Requirements and quality assurance It does not take long to build a website, but does a public agency's website match the requirements and desires of the customers of the agency? Does it satisfy the legal requirements? What is the position with regard to data protection and data security? Minimum requirements and non-mandatory requirements will be summarised together in the 'Quality criteria' module. For the area of e-commerce, the D21 initiative has defined minimum requirements which are introduced in the corresponding module, which is already published. Another useful module is 'Evaluation criteria for potentially online-capable services' which considers which services can or should be provided online.

B. IT and IT security
The introduction of e-government also implies the new purchase or restructuring of information technology (IT). Here, there must be a special focus on security aspects. Various modules present suggested solutions for secure IT systems or give an overview, for example, of cryptographic methods. A module on the subject of authentication is currently under development.

V. Spezifications and Solutions No one is keen to reinvent the wheel. To avoid duplication of work and achieve uniformity and compatibility, in this section of the manual specifications, platforms and practical examples are assembled together. The chapter is structured in four sections.

A. Standards and Spezifikations
The version 1.1 of the SAGA paper (standards and architectures for applications in e-government) is finished and published in this section. The SAGA paper contains standards for e-government that are either compulsory for German federal authorities or recommended or under survey.

B. Guidelines
To be provided later

C. Plattforms
The use of shared platforms makes it possible to drastically reduce the development effort required for e-government projects. Nationwide platforms will be unveiled here one by one. At present, one module about net platforms is available that presents the common information backbone of the federal government (IVBB).

D. Practical Examples
'Learn from the best' is one of the themes running through the BundOnline 2005 initiative. The model projects of this initiative are introduced in a compact module. In addition, other promising practical examples are presented in separate modules.

VI. Additional resources
The toolbox that comes with the manual provides a mixture of information on useful tools and resources which, where possible, are free of charge, and specific materials which can be downloaded directly 'from the manual'. Furthermore studies of special interest for e-government are made available within the chapter.

Questions, suggestions, proposals for subjects etc. Questions, suggestions, criticism and proposals for subjects on which new modules are needed are always welcome. If you have any questions on any of the published modules, you can contact the authors, who are named in each module, directly. The relevant current version of the module applies in each case.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
Vertriebsbüro Deutschland: Bundesanzeiger Verlag GmbH
Homepage: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
EU Bookshop
Homepage: https://bookshop.europa.eu/de/home/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1318


Informationsstand: 23.03.2004

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