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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Dyskalkulie heute

Sonderpädagogische Integration auf dem Prüfstand



Autor/in:

Grissemann, Hans


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bern: Huber, 1996, 109 Seiten


Jahr:

1996



Abstract:


Im ersten Kapitel setzt sich Grissemann mit Schweizer Kritikern des Dyskalkulie-Konzeptes auseinander, welche die Dyskalkulie als globale Störung im mathematischen Lernbereich in Frage stellen, die Überwindung medizinischer Sichtweisen einfordern und zu einer Verbesserung des Mathematikunterrichts statt außerschulischer Therapieangebote aufrufen.

Im zweiten, siebzig Seiten langen Hauptkapitel werden zwei mathematikspezifische Förderprogramme (Niedermann und andere; Jost und andere) und das Lehrbuch von Lorenz/Radatz als kognitionspsychologisch ausgeweitetes mathematikspezifisches Förderlernwerk vorgestellt und das in einer früheren Veröffentlichung präsentierte Lehrbuch von Grissemann/Weber als komplexer lernprozessorientierter sonderpädagogischer Förderbeitrag in Grundzügen erläutert und an praktischen Beispielen veranschaulicht.

Im dritten und letzten Kapitel werden einige Konsequenzen für die Ausbildung von Lehrern an Allgemeinen Schulen und Sonderschulen gezogen und organisatorische Hinweise zur Kooperation gegeben.

Das Buch spricht einige grundlegende Probleme an, ohne diese mangels Platz vertieft behandeln zu können, und stellt praktische Möglichkeiten der pädagogischen Förderung in den Mittelpunkt der Erörterung. Angesichts der Kürze können die dargestellten Programme zwar nur umrissen werden, aber die vielen praktischen Beispiele und Abbildungen vermitteln einen guten Eindruck von den didaktischen und methodischen Vorgehensweisen.

Für thematisch interessierte Leser liegt folglich ein gelungener Überblick über neuere (sonder-)pädagogische Entwicklungen auf dem Gebiet der Förderung rechenschwacher Kinder vor, der sich auch als Einstieg in die Thematik eignet, wenngleich der Text dann phasenweise nicht einfach zu lesen sein dürfte.

Positiv zu bewerten ist auch der undogmatische methodenintegrierende Ansatz des Autors, der neben therapeutischen Beiträgen auch mathematikdidaktisch fundierte Problemlösungen akzeptiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Hogrefe Verlag
(Vormals Verlag Hans Huber)
Homepage: https://www.hogrefe.ch/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1454


Informationsstand: 22.08.1997

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