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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Begleitforschung des Sonderprogramms des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher - EQJ-Programm

im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit; 2. Zwischenbericht



Autor/in:

Becker, Carsten; Ekert, Stefan


Herausgeber/in:

Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH (GIB); Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, Online-Ressource, 2005, 30 Seiten


Jahr:

2005



Abstract:


Im Juni 2004 haben Wirtschaft und Bundesregierung den Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland geschlossen. Die Wirtschaftsvertreter haben sich darin unter anderem zur jährlichen Bereitstellung von 25.000 Plätzen für betrieblich durchgeführte Einstiegsqualifizierungen verpflichtet, um Jugendlichen, die auch nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen ohne Ausbildungsplatz bleiben, eine Qualifizierungsperspektive zu bieten.

Die betrieblichen Sach- und Personalkosten der Einstiegsqualifizierung tragen die Unternehmen, die Einstiegsqualifizierungen anbieten, und vom Bund werden im Rahmen des Sonderprogramms zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ-Programm) die Praktikantenvergütung durch einen Zuschuss zum Lebensunterhalt in Höhe von bis zu 192 Euro je Monat und die pauschalierten Gesamtsozialversicherungsbeiträge in Höhe von 102 Euro je Praktikant übernommen.

Der zweite Zwischenbericht der Begleitforschung zum EQJ-Programm ist als Fortschrittsbericht konzipiert, das heißt er baut auf dem ersten Zwischenbericht auf.

Zunächst wird über den gegenwärtigen Stand der Begleitforschung, die laufenden Erhebungen und die Datenbasis dieses Berichts informiert. Anschließend werden in Kapitel 2 die Jugendlichen, die in ein EQJ-Praktikum eingemündet sind, hinsichtlich ihrer sozioökonomischen und weiteren Merkmale charakterisiert, das heißt die mit dem Programm faktisch erreichte Zielgruppe beschrieben. Darüber hinaus werden in Kapitel 2 auch die Unternehmen, die EQJ-Praktikanten beschäftigten, in ihrer Größen- und Branchenstruktur betrachtet. Kapitel 3 informiert sodann über Rahmenbedingungen, Verlauf und Ergebnisse der Praktika zur Einstiegsqualifizierung, bevor in Kapitel 4 die Ergebnisse der Verbleibsanalysen ehemaliger Praktikanten der Einstiegsqualifizierung vorgestellt werden. Den Abschluss des Zwischenberichts bildet Kapitel 5, in dem ein Fazit gezogen und Empfehlungen für die Paktpartner formuliert werden.

Stand der Untersuchung und Datenbasis:
Die Begleitforschung hat Ende September standardisierte Fragebögen an
- alle Industrie- und Handels- (82) sowie Handwerkskammern (73),
- 203 zufällig ausgewählte Berufsschulen und
- 80 Unternehmen,1 die eine sozialpädagogische Begleitung ihres EQJ-Praktikanten gemäß § 421 m SGB III bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt und bewilligt bekommen haben, versendet.

Die Feldzeit dieser Befragungen endete Anfang November, so dass die Auswertungen dieser Befragungen erst begonnen haben. Ergebnisse konnten in diesen Bericht noch nicht einfließen. Ferner wurden Ende September 1.000 zufällig ausgewählte Unternehmen, die bei der Bundesagentur für Arbeit eine Förderung eines EQJ-Praktikanten beantragt haben und bei denen die Förderung bewilligt wurde, angeschrieben. Die hierfür von der Bundesagentur für Arbeit gelieferten Adressen erwiesen sich jedoch als fehlerhaft, so dass Ende Oktober erneut 1.000 Unternehmen mit einem Fragebogen angeschrieben wurden. Ergebnisse der Unternehmensbefragung werden daher erst Anfang 2006 zu erwarten sein.

Die Hauptuntersuchungsgruppe der Begleitforschung stellen jedoch die Jugendlichen dar, wobei sowohl Jugendliche, die ein EQJ-Praktikum begonnen beziehungsweise absolviert haben, als auch Jugendliche einer Kontrollgruppe in die Untersuchung einbezogen werden. Der Begleitforschung wurden von der Bundesagentur für Arbeit Ende September 1.500 Datensätze von zufällig ausgewählten Jugendlichen, die in der Vergangenheit ein EQJ-Praktikum begonnen hatten, zur Verfügung gestellt. Von diesen wurden 750 Jugendliche zwischen Ende September und Mitte Oktober telefonisch befragt. In der zweiten Oktoberhälfte wurden der Begleitforschung von der Bundesagentur für Arbeit zusätzlich Datensätze von 6.000 Jugendlichen, die kein EQJ-Praktikum absolviert haben, übermittelt. Diese 6.000 Jugendliche waren alle zum Ende des Jahres 2004 noch in der Datendank der Bundesagentur für Arbeit als ausbildungsplatzsuchend geführt. 2. 000 dieser Jugendlichen sind den Angaben der Bundesagentur für Arbeit zufolge in eine bvB-Maßnahme eingemündet, 2.000 in Arbeit und 2.000 wurden als unvermittelt geführt.

Aus den 6.000 Datensätzen wurde eine annähernd ideale Kontrollgruppe von 1.500 Jugendlichen gebildet, d.h. es wurden jene 1.500 Personen beziehungsweise Datensätze identifiziert, die in untersuchungsrelevanten Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Nationalität, Schulabschluss und Anzahl absolvierter Vormaßnahmen der Gruppe der EQJ-Teilnehmer bis auf kleine Abweichungen entsprechen. Dieser Prozess ist bereits abgeschlossen, die ausgewählten 1.500 Jugendlichen wurden in der ersten Novemberwoche per Postkarte über die anstehende Befragung informiert und werden zur Zeit telefonisch kontaktiert. 750 Interviews werden hieraus resultieren, die Ergebnisse des Kontrollgruppenvergleichs wie auch der anderen Erhebungen werden in dem Zwischenbericht dokumentiert.

[Einleitung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere (Zwischen)berichte zum EQJ-Programm | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


IFGE Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH
Homepage: https://www.ifge-berlin.de/about/

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Referenznummer:

R/NV1711B


Informationsstand: 21.12.2005

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