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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einander begegnen - voneinander erfahren - leben und arbeiten mit psychischer Beeinträchtigung

Dokumentation der Initiative 2005 in Hamburg



Autor/in:

Marquardt, Marina


Herausgeber/in:

Bienk, Herbert; Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, 2006, 59 Seiten


Jahr:

2006



Abstract:


Vorwort: Es begann im April 2004. Immer öfter hörte ich von den Schwierigkeiten der vielen psychisch kranken und behinderten Menschen in Hamburg. Aus ihren persönlichen Bedingungen heraus und abhängig vom Verhältnis zum Umfeld und zur Umwelt befinden sie sich in einer von allgemein wenig bekannten Faktoren und Beziehungen bestimmten Erlebnis- und Lebenswelt.

Der Anfrage: Wollen wir gemeinsam etwas zur Verbesserung der Situation tun?, folgten 35 Interessensträger (siehe Seite 5) und begannen, zu beraten und zu planen. Kaum zu glauben, welcher Sach- und Fachverstand, welche Erfahrungen und welches Engagement zu Tage traten.

Das Motto für die gemeinsame Arbeit wurde gefunden und die Beratungen konzentrierten sich auf die Zusammenarbeit und die Arbeitsprojekte. Über allem steht die gewollte psychosoziale Intervention, die Erhaltung und Förderung der alltagspraktischen,sozialen und kognitiven Fähigkeiten der betroffenen Menschen. Hierzu gehören die Ganzheitlichkeit der Behandlung und Begleitung ebenso wie die Unterstützung des Menschen auf dem Weg vom passiven Patienten hin zum mithandelnden und mitentscheidenden, selbstbestimmten Individuum, das in der Gesellschaft integriert ist und dauerhaft am Arbeitsleben teilhaben kann.

Da die Entdeckung der psychosozialen Problemlage - zum Beispiel die sozialen Gegebenheiten wie Kultur, Gesellschaft und Sprache hinsichtlich Denken, Lernen und Verhalten - viele Beteiligte hat, sind zum Zwecke der Rehabilitation und Integration auch viele Begleiter erforderlich, sozusagen als Prozess-Sachverständige im Rahmen eines Netzwerkes. Dieses Netzwerk bildet das Fundament für einen stabilen Brückenbau. Hieran arbeiten wir. Als erster Schritt der Realisierung fanden vom 9. bis 11. Juni 2005 im Einkaufszentrum Wandsbeker Quarree am Wandsbeker Markt die Auftaktveranstaltung und an drei weiteren Tagen der Umschlagplatz für Erfahrungen und Informationen statt.

Im September 2005 folgten zwei Veranstaltungen - eine für Arbeitgeber und Personalverantwortliche, die andere für betriebliche Interessenvertreter. Weitere Workshops werden 2006 folgen. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme. Herzlich willkommen! Herbert Bienk Es ist mir eine große Ehre, die Schirmherrschaft für die Initiative Einander begegnen - voneinander erfahren - leben und arbeiten mit psychischer Beeinträchtigung zu übernehmen. Im Mittelpunkt dieser Initiative stehen Menschen, die ihr Leben trotz einer psychischen Beeinträchtigung meistern.

Psychische Erkrankungen nehmen in unserer Gesellschaft immer weiter zu. Auslöser dafür sind zumeist Überforderungen und Stress am Arbeitsplatz und im Alltagsleben, die von den Betroffenen nicht mehr bewältigt werden können. Hinzu kommen häufig soziale Isolation, Verunsicherung und Zukunftsängste. Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe begleitet die Initiative und leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie aufklärt, Aufmerksamkeit erzeugt und dadurch die Interessen der Betroffenen und Angehörigen stärkt. Sie informiert über Symptome und Therapiemöglichkeiten von psychischen Erkrankungen.

Ziel der Veranstaltungen ist es, Menschen, die unter den Folgen dieser Erkrankungen leiden und deshalb beruflich und sozial erheblich benachteiligt sind, zu ermutigen, sich für die Teilhabe am Arbeitsleben zu stabilisieren und zu qualifizieren. Ich danke den Veranstaltern für ihr großes Engagement und wünsche ihnen viel Erfolg mit ihren Aktionen. Ich hoffe, dass viele interessierte Bürgerinnen und Bürger an den Veranstaltungen teilnehmen und dadurch für die Probleme und Belange der psychisch beeinträchtigten Menschen in unserer Stadt sensibilisiert werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen
Homepage: http://www.hamburg.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1790


Informationsstand: 20.04.2006

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