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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliches Eingliederungsmanagement in KMU: Eine manuale Strategie in der Wirksamkeitsprüfung

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grads Dr. phil. im Fach Rehabilitationswissenschaften



Autor/in:

Herold, Stefan; Missal, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, Online-Ressource, 2013, 709 Seiten


Jahr:

2013



Link(s):


Link zu der Dissertation (PDF | 23 MB).


Abstract:


Die Forschungsarbeit hat das Betriebliche Eingliederungsmanagement (im Folgenden BEM) in kleinen und mittleren Unternehmen (im Folgenden KMU) zum Gegenstand. Einerseits soll die Rechtsnorm gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX aus arbeits- und sozialpolitischer Sicht in Form und Funktion aufgearbeitet werden. Andererseits soll eine manuale Strategie zur Umsetzung des BEM entwickelt werden. Der Ansatz der vorliegenden Forschungsarbeit ermöglicht es, die Verantwortung des Arbeitgebers für das BEM sowohl aus seiner privat-rechtlichen Fürsorgepflicht dem einzelnen Beschäftigten gegenüber als auch aus seiner öffentlich-rechtlichen Verpflichtung für eine gefährdungsfreie Arbeitswelt an sich abzuleiten und für die Praxis ein umsetzbares Instrument zur Verfügung zu stellen.

Um das Vorhaben der Forschungsarbeit zu realisieren, muss auf der einen Seite eine rechtsgültige Konzeption des BEM entwickelt und auf der anderen Seite ein theoriegeleitetes Gerüst für die Manualisierung eines BEM-Handbuchs entworfen werden. Für die Konzeptionierung des BEM wird der § 84 Abs. 2 SGB IX der rechtswissenschaftlichen Auslegung unterzogen. Dem vorausgehend wird das BEM in seiner historischen Verortung als Schnittstellennorm zwischen Sozial- und Arbeitsschutzrecht dargestellt und die individuellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wechselwirkungen zwischen der Arbeitswelt und der Gesundheit der Beschäftigten aufgezeigt (Kapitel 1-3).

Für den Entwurf des theoriegeleiteten Gerüsts für die Manualisierung des BEM-Handbuchs werden unter system-orientierter Perspektive einerseits die Struktur- und Organisationsprinzipien komplexer Systeme thematisiert und andererseits folgend die Handbücher theoriegeleitet ausgeformt, um von den Unternehmen als sinnhaft, verstehbar und handhabbar für die Ein- und Durchführung von BEM-Einzelfallverfahren angenommen zu werden (Kapitel 4).

Nach der Synthese der rechtsgültigen Konzeption des BEM in das hierfür aufgearbeitete Gerüst wird das Handbuch einer empirischen Überprüfung unterzogen. Durch die Begleitung von 42 BEM-Fällen in 10 KMU kann mittels teilstandardisierter und offener Leitfadenbefragungen betrieblicher Experten belegt werden, dass die Einführung und die Umsetzung des BEM mittels des Manuals nachhaltig gefördert wird (Kapitel 5).

Nach Diskussion der theoriegeleiteten Erkenntnisse und empirischen Ergebnisse folgt ein Ausblick. Es werden Anregungen zur weiterführenden Forschung gegeben, aber auch Forderungen an die Politik formuliert, die im Handlungsfeld der Präventionsnorm bestehenden und durch die Forschungsarbeit aufgedeckten Problempunkte aufzulösen und somit einen wirksamen Praxistransfer des BEM zu ermöglichen (Kapitel 6).


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Abstract:


The research paper concentrates on Corporate Integration Management (CIM) in small and medium companies (SME). On the one hand the task consists in reviewing the form and function of the legal norm under Section 84 Subsection 2 of Book IX of the German Social Code (SGB) in terms of labour and social policies. On the other hand a manual-based strategy for implementing CIM shall be developed.

Due to the basic approach of the present research paper it is possible to derive the employer's CIM responsibility both from its duty of care for the individual employee under private law and from its obligation to maintain a safe working environment under public law, and to provide an instrument which can be implemented in practical work.
In order to realise the research project on the one hand a legally valid CIM concept needs to be developed and on the other hand a theory-guided framework for manualising a CIM programme be formulated.

For developing a CIM concept Section 84 Subsection 2 of Book IX of the German Social Code is subjected to a jurisprudential interpretation. Before the historical CIM position is described as an interface norm between social and work protection law and the individual, economic and social interactions between the working environment and the employees' health presented (Chapter 1-3).

In order to design a theory-guided framework for manualising the CIM programme the structural and organisational principles of complex systems are discussed from a systemoriented perspective and consequently the theory-guided shape of the manuals is developed for adoption by the companies as sensible, comprehensible and manageable for the introduction and implementation of individual CIM procedures (Chapter 4).

Following the integration of the legally valid CIM concept with the appropriately adapted framework the manual is subjected to an empirical review. By accompanying 42 CIM cases in 10 SMEs it has been possible to show on the basis of partly standardized and open guided interviews with company experts that the introduction and implementation of CIM is markedly enhanced by means of this manual (Chapter 5).

The discussion of the theory-guided findings and the empirical results is followed by an outlook. Suggestions for further research are made while the political establishment is
called upon to resolve the challenges existing within the scope of the prevention norm and revealed in the research paper thus facilitating an effective transfer of the CIM theory into the practice field (Chapter 6).


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/NV2342


Informationsstand: 09.09.2014

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