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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Handbuch der Salutogenese

Konzept und Praxis



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Schüffel, Wolfram; Brucks, U.; Johnen, R. [u. a.]


Quelle:

München: Urban & Fischer, 1998, 398 Seiten, ISBN: 3-86126-167-7; 978-3-86126-167-4


Jahr:

1998



Abstract:


Salutogenese - dazu ein Handbuch mit übersichtlichem Stichwort- und Literaturverzeichnis, 1998 von einem Autorenkollektiv herausgegeben. Es beschreibt das Konzept Salutogenese und gibt Anwendungsbeispiele für Ärzte, für andere im Gesundheitswesen Tätige und alle, die an Gesundheit interessiert sind.

Deren Hauptziel, Gesundheit wiederherzustellen, zu fördern oder zu erhalten, kann umfassender und logischer - mit scheinbar neuem Ansatz - zusätzlich erreicht werden. Salutogenese beschreibt die Entstehung von Gesundheit! Dieser Ansatz ist fast banal: das Gesunde im Kranken finden, und fördern! Das haben wir in der Medizin bisher oft versäumt, waren festgelegt, die Entstehung von Krankheit, die Pathogenese, zu beherrschen und deren Manifestation zu bekämpfen. Dabei stießen wir an Grenzen und erlebten auch 'Wunder'. Auch hatte unsere Einbeziehung des Patienten Grenzen, denn uns war die Verantwortung gegeben. Der Hilfesuchende 'honoriert'das Unbehagen darüber längst, indem er Alternativen zur Schulmedizin sucht. Aaron Antonovsky hat die salutogenetische Betrachtungsweise eingeführt und theoretisch bearbeitet: Krankheit und Gesundheit sind nach seiner Erkenntnis zwei Pole eines Kontinuums; im Laufe des Lebens können sie zu dieser oder jener Seite neigen. Demnach ist Gesundheit auch nicht länger Norm.

Das Handbuch erläutert in fünf ausgewählten Teilbereichen den Stand von Theorie und Praxis. Für mich ist wichtig, dass bei dem neuen Ansatz der Arzt in ein neues Arzt-Patienten-Verhältnis gerät, das mehr einem Bündnis gleicht. Der Arzt gibt als Berater mit fachlicher Kompetenz Hilfe zur Selbsthilfe und führt den Betroffenen dahin, die Behandlungsschritte selbstbestimmt mitzugehen. Das verlangt gegenseitig Respekt, möglicherweise zunächst höheren Zeitaufwand ärztlicherseits, denn die behandlungssuchende Person muss ganz erfasst werden, auch in ihrer sozialen und kulturellen Biografie.

Die Krankheitsgeschichte allein genügt nicht, um die individuellen gesundheitsfördernden Kräfte zu finden und zu mobilisieren. Aber dieser Weg ist wünschenswert, Compliance, Selbstbestimmung, Mitspracherecht sind nur so zu verwirklichen.Salutogenese, in die Praxis umgesetzt, das wäre im 21. Jahrhundert einfach unabdingbar! Und doch wissen wir, dass die derzeitigen Strukturen des Gesundheitswesens ganzheitliche Medizin eher einengen. Wir werden aber um neue Wege nicht herumkommen. Dafür ist Reform im Hochschulbereich Medizin nötig. Auch dazu finden sich im Handbuch Beitrag und Konzept.

(Ulrike Müller, Rostock)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Elsevier, Urban & Fischer
Homepage: https://www.elsevier.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2633


Informationsstand: 25.05.2001

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