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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chronische Schmerzen - Kopf- und Rückenschmerzen, Tumorschmerzen


Sammelwerk / Reihe:

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Band 7


Autor/in:

Diemer, Wolf; Burchert, Heiko


Herausgeber/in:

Robert Koch Institut (RKI)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2002, 31 Seiten: PDF: Broschüre, ISBN: 3-89606-128-3; 978-3-89606-128-7


Jahr:

2002



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Abstract:


Fast jeder leidet - zumindest gelegentlich - unter Schmerzen. Von den 1998 im Bundes-Gesundheitssurvey befragten Bundesbürgern gaben nur 12 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen an, im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben.

In dem Bericht werden Schmerzerscheinungsformen von hoher Public-Health-Relevanz und besonderen Konsequenzen für die Betroffenen dargestellt: chronische Kopf- und Rückenschmerzen und der Schmerz, der durch Krebsleiden hervorgerufen wird. Knapp 70 Prozent der Frauen und über 50 Prozent der Männer werden im Verlauf eines Jahres von Kopfschmerzen geplagt; neben Kopfschmerzen vom Spannungstyp, Migräne und Clusterkopfschmerz stellt der medikamenteninduzierte Dauerkopfschmerz ein versorgungsrelevantes Problem dar; dieses kann als Folge von nicht-adäquater Therapie oder Selbstmedikation bei der Behandlung von akuten Kopfschmerzen entstehen.

Rückenschmerzen betreffen im Verlauf eines Jahres 62 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer. Frauen leiden nicht nur häufiger als Männer an Rückenschmerzen, sondern auch häufiger an starken Rückenschmerzen. Einem Großteil der Rückenschmerzen liegt keine geklärte organische Ursache zu Grunde, sie bilden sich bei Beibehaltung der täglichen Aktivitäten meist wieder zurück. Durch Rückenleiden werden rund 15 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage verursacht. Auch Tumorschmerzen können wirksam behandelt werden.

Neben der Organisationsform der Palliativmedizin in Deutschland und der jetzigen Versorgungssituation werden erfolgreiche Behandlungs- und Betreuungsmodelle beschrieben. Um eine Chronifizierung aller Schmerzarten zur verhindern und die Gesamtlast durch Schmerzen zu reduzieren, erscheint eine interdisziplinäre Versorgung durch Ärzte mit entsprechender Fortbildung sinnvoll.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Pain


Abstract:


Pain is one of the major public health problems in Germany. Only 12 percent of men and 6 percent of women who participated in the German National Health Interview and Examination Survey were free of pain during the last twelve months. This report depicts the prevalence of chronic headaches, chronic back pain, and cancer pain as well as the individual, social, and economic consequences of chronic pain.

Almost 70 percent of women and more than 50 percent of men reported headaches in the course of one year. Tension headache, cluster headache and migraine are the most frequent headache syndromes. Analgesics-induced headache is a particular problem for health care since it is caused by inadequate treatment or self-medication. For lower back pain, a one-year-prevalence of 62 percent for women and 56 percent for men has been reported. Women not only suffered more frequently from back pain but also reported a higher pain intensity. Most back pain syndromes are not caused by a specific organic disorder and often improve if daily activities are maintained. About 15 percent of the overall loss of working days by disease-related absenteeism from work are due to lower back pain. Pain associated with cancer can be treated effectively.

The report provides an overview on the current system of palliative care in Germany and describes successful approaches in management of chronic pain disorders. An interdisciplinary approach for preventing chronic pain disorders involving medical professionals with special training has been generally shown to be effective.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Robert Koch-Institut (RKI)
Homepage: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV277604


Informationsstand: 04.04.2007

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