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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hörstörungen und Tinnitus


Sammelwerk / Reihe:

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Band 29


Autor/in:

Streppel, Michael; Walger, Martin; Wedel, Hasso von [u. a.]


Herausgeber/in:

Robert Koch Institut (RKI)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2006, 39 Seiten: Broschüre, ISBN: 3-89606-165-8; 978-3-89606-165-2


Jahr:

2006



Link(s):


Link zu dem Bericht (PDF | 336 KB)


Abstract:


Die Fähigkeit zu hören hat eine große Bedeutung für Kommunikation und Orientierung. Sowohl Schwerhörigkeit als auch Tinnitus sind in Deutschland weit verbreitet. Rund 60 Prozent der Bevölkerung sind in ihrem Leben zumindest zeitweise davon betroffen. Es gibt zudem Hinweise auf eine wachsende Verbreitung von Hörschäden. Die Ursachen und Formen der Hörbeeinträchtigung sind vielfältig. Den größten Anteil machen dabei Hörschäden durch Lärm und Schwerhörigkeit im Alter aus. Bei frühkindlicher Schwerhörigkeit sind vor allem Früherkennung und Vermeidung von Entwicklungsstörungen wichtig.

Berufliche Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit, für die Prävention haben konsequenter Arbeitsschutz und arbeitsmedizinische Vorsorge große Bedeutung. Die Belastung und Belästigung der Bevölkerung durch Umweltund Freizeitlärm hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Sowohl Dauerlärmbelastung kann das Gehör schädigen als auch oft unterschätzte Knallereignisse, welche vor allem auch das kindliche Gehör sehr gefährden. Gehörschädigende Musikhörgewohnheiten sind vor allem bei Jugendlichen sehr verbreitet, von verschiedenen Seiten gibt es deshalb Bemühungen um verhaltensbeeinflussende Aufklärung und Schallpegelbegrenzungen.

Männer beziehungsweise Jungen sind aus verschiedenen Gründen häufiger als Frauen beziehungsweise Mädchen von Schwerhörigkeit betroffen. Neben stärkerer beruflicher Lärmexposition spielt dabei auch eine noch sehr verbreitete, zu wenig gesundheitsbewusste männliche Einstellung zum Lärm eine Rolle. Beeinträchtigende Ohrgeräusche (Tinnitus) kommen meist in leichteren Formen vor, bestehen aber nicht selten über eine lange Zeit hinweg. Schwere Verläufe kommen verhältnismäßig selten vor, können aber zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen und weit reichenden Folgeproblemen führen. Die Nutzung von Hörgeräten ist für viele von Schwerhörigkeit Betroffene sehr hilfreich, aber ein nicht geringer Teil derer, die über ein Hörgerät verfügen, nutzen es wenig oder nur teilweise.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Hearing loss and Tinnitus


Abstract:


The ability to hear is of enormous importance for communication and orientation. Both hearing loss and tinnitus are widespread in Germany. About 60% of the population are affected, at least at times, in the course of their lives. Furthermore, there are signs that impaired hearing is spreading. There are many different causes and forms of hearing impairment. The most widespread are noise damage and hearing loss in old age. In the case of hearing disorders in early childhood, it is crucial to recognize the symptoms early and avoid developmental disorder.

Hearing loss caused by noise at work is the most common occupational illness, but it can be prevented by resolutely implemented occupational protection and medical precautions. Noise pollution from environmental and leisure sources has greatly increased in recent decades. A person's hearing can be damaged by both continuous noise exposure and the often underestimated effects of sudden bangs, which are a particular danger to children' s hearing. Ways of listening to music that damage hearing are especially common among young people, resulting in efforts from different quarters to change behaviour and restrict volume levels.

For various reasons, men and boys are more frequently affected by hearing disorders than women and girls. Apart from the greater risk of noise exposure at work, there is still a very widespread, 'male' attitude towards noise that is insufficiently health-conscious. Noises in the ear (tinnitus) are most common in its less severe forms, but for that it often continues for a long period. The more severe forms are comparatively rare, but can lead to serious impairments and farreaching subsequent problems. The use of hearing aids is very helpful for many people affected by hearing loss, although many people who have a hearing aid only use it rarely or intermittently.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Robert Koch-Institut (RKI)
Homepage: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV277610


Informationsstand: 04.04.2007

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