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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt


Sammelwerk / Reihe:

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Band 33


Autor/in:

Löwel, Hannelore


Herausgeber/in:

Robert Koch Institut (RKI)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2006, 35 Seiten: Broschüre, ISBN: 978-3-89606-170-6


Jahr:

2006



Link(s):


Link zu dem Bericht (PDF | 629 KB)


Abstract:


In den Industrienationen zählt die koronare Herzkrankheit (KHK) zu den häufigsten Todesursachen im Erwachsenenalter. In Deutschland war im Jahr 2003 insgesamt jeder fünfte Sterbefall durch eine KHK verursacht. Bei der koronaren Herzkrankheit kommt es durch Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels. Als Komplikation einer KHK spielt der akute Myokardinfarkt (Herzinfarkt) eine vorrangige Rolle. Ursache für die Erkrankung ist die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Die Hauptrisikofaktoren dafür sind bekannt. So steigt mit zunehmendem Alter die Häufigkeit koronarer Herzkrankheit stark an; Männer sind häufiger betroffen. Zu den vermeidbaren Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit bei Frauen und Männern zählen Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, sowie Störungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels. Für die Prävention des Herzinfarktes ist die Ermittlung des individuellen Risikos unter Einbeziehung aller Risikofaktoren (Risikoscore) von Bedeutung.

Der Herzinfarktdiagnose liegen für Frauen und Männer dieselben Kriterien zugrunde. Es existieren aber geschlechtsspezifische Unterschiede in der Herzinfarktsymptomatik. Ein Herzinfarkt kann lebensbedrohlich sein, weshalb sofort ein Rettungsdienst gerufen werden muss und sofort erste Hilfe zu leisten ist. Dazu ist es für die Betroffenen und für anwesende Zeugen besonders wichtig, die mit dem akuten Herzinfarkt verbundenen Symptome zu kennen.

Bei Frauen und Männern ist ein Rückgang der Sterblichkeit an koronarer Herzkrankheit zu beobachten, der überwiegend die prähospitale und frühe Krankenhaussterblichkeit betrifft. Durch die intensivierte Akut- und Langzeitbehandlung und weniger durch die verbesserte Prävention der Risikofaktoren konnte eine Abnahme der Herzinfarktmorbidität und -mortalität erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund, auch hinsichtlich der entstehenden Kosten für die Behandlung, gilt es, die Prävention koronarer Herzerkrankungen zu stärken.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Coronary heart disease and acute myocardial infarction


Abstract:


Coronary heart disease (CHD) is one of the most frequent causes of death in adults in the industrialized countries. In Germany, one in five deaths were caused by CHD in 2003. In coronary heart disease the blood circulation of the heart muscle is inadequate; this is caused by a narrowing or blockage of one or more coronary blood vessels. A major complication related to CHD is acute myocardial infarction (heart attack). This disease is caused by the calcification (hardening) of the coronary blood vessels.

The main risk factors are well known. For example, the incidence of coronary heart disease rises sharply with increasing age; men are more frequently affected than women. Avoidable risk factors relating to coronary heart disease among both men and women include smoking, obesity, high blood pressure and disorders of the fat and sugar metabolism. Determining a person's individual risk level, taking all risk factors into account (risk score), is important for heart-attack prevention. The diagnosis of heart-attack in both women and men is based on the same criteria.

There are genderspecific differences in heart-attack symptoms and signs, however. A heart attack can be life-threatening, so an ambulance must be called immediately; first aid must also be provided immediately. It is especially important for the people affected and the witnesses present to be acquainted with the symptoms related to acute heart attack. A decline can be observed in the number of CHD mortalities in men and women; this relates mostly to the prehospital and early-hospital mortality rate. A reduction in the heart-attack morbidity and mortality rate has been achieved by intensified acute and long-term treatment and not so much by the prevention of risk factors. Against this background, the aim must be to strengthen the prevention of coronary heart diseases; this is also relevant from the point of view of the costs of treatment.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Robert Koch-Institut (RKI)
Homepage: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV277611


Informationsstand: 04.04.2007

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