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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Förderung von Übergangsarbeitsmärkten in Berlin und Brandenburg

Eine quantitative Untersuchung



Sammelwerk / Reihe:

discussion paper, Band FS I 02 -213


Autor/in:

Oschmiansky, Frank; Reissert, Bernd


Herausgeber/in:

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2002, 84 Seiten: PDF


Jahr:

2002



Link(s):


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Abstract:


Seit Mitte der neunziger Jahre spielt das Konzept der Übergangsarbeitsmärkte in der arbeitsmarktpolitischen Debatte eine wichtige Rolle.

Die Untersuchung versucht erstmals, die Bedeutung von Übergangsarbeitsmärkten nicht nur für das gesamte Bundesgebiet oder für West- und Ostdeutschland, sondern für eine kleinere Region (Berlin-Brandenburg) zu quantifizieren sowie Strukturen und Potenziale von Übergangsarbeitsmärkten in dieser Region zu beleuchten.

Die quantitative Analyse zeigt, dass die geförderten Übergangsarbeitsmärkte sowohl in ihrem Gesamtumfang als auch in ihrer Struktur große regionale Unterschiede aufweisen. Trotz ähnlich schlechter Arbeitsmarktlage in beiden Bundesländern spielen geförderte Arbeitsmarktübergänge in Berlin eine wesentlich geringere Rolle als in Brandenburg.

Im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter waren in Brandenburg im Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2000 66 Prozent mehr Personen in Übergangsarbeitsmärkten als in Berlin. Von allen tatsächlichen oder potenziellen Arbeitslosen wurden in diesen Jahren in Brandenburg 35 bis 40 Prozent durch die Übergangsarbeitsmärkte aufgefangen, in Berlin nur 25 bis 30 Prozent. Berlin nutzt insbesondere bundesweit geförderte Übergänge zwischen Bildung und Beschäftigung vergleichsweise wenig, obwohl die Berliner Erwerbsbevölkerung im Vergleich zu anderen Regionen erhebliche Qualifikationsdefizite aufweist.

Neben einer Qualifizierungsoffensive, die sich insbesondere auf das Modell der Jobrotation stützen könnte, plädiert die Studie unter anderem für eine verstärkte Förderung von Teilzeitbeschäftigung und Sabbaticals sowie für eine rasche flächendeckende Einführung der von der Hartz-Kommission vorgeschlagenen PersonalServiceAgenturen (PSA) zur vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Förderung von Übergangsarbeitsmärkten in Berlin und Brandenburg


Abstract:


Since the mid 1990s the concept of transitional labour markets plays an important role in the German debate on labour market policies. The study at hand represents the first attempt of quantifying the employment effects of transitional labour markets not only for Germany as a whole, but for a specific region, i.e. Berlin and Brandenburg. It also examines the structural composition and future potential of transitional labour markets in this region.

The analysis reveals that the size and structure of transitional labour markets differ strongly across regions and sub-regions. Labour market transitions promoted by (labour market) policy measures are considerably less important in Berlin than in Brandenburg even though the labour market situation is similarly bad in the two Federal States (Bundesländer). In the period 1997-2000, in Brandenburg the average employment in transitional labour markets was 66% higher than in Berlin, relative to the size of working-age population. During the same time period, transitional labour markets took up 35-40% of the unemployed in Brandenburg, but only 25-30% in Berlin. In spite of severe qualification deficits in the Berlin labour force, Berlin has made particularly little use of transitions between training and employment that are promoted by the Federal Employment Institute.

The study recommends a qualification offensive based on the model of job-rotation, a further promotion of part-time work and 'sabbaticals' as well as a fast and comprehensive set-up of 'PersonnelServiceAgencies' (PSA) for 'placement-oriented temporary work', as proposed by the 'Hartz Commission'.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB)
Presse- und Informationsreferat
Homepage: https://www.wzb.eu/de
Homepage: https://bibliothek.wzb.eu/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2789


Informationsstand: 27.09.2005

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