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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklung und Überprüfung eines Assessmentmoduls zur FCE-basierten Beurteilung arbeitsbezogener Leistungsfähigkeit anhand des IMBA-Verfahrens

Von der Deutschen Sporthochschule Köln zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Sportwissenschaften genehmigte Dissertation



Autor/in:

Anneken, Volker


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Köln: Eigenverlag, 2006, 202 Seiten


Jahr:

2006



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Abstract:


Die Arbeitswelt stellt mit ihren vielfältigen körperlichen und psychosozialen Anforderungen für Menschen im erwerbsfähigen Alter einen zentralen Lebensbereich dar. Die Erwerbsfähigkeit von Personen ist nicht nur eine Frage der Sicherung unserer Sozialsysteme, sondern auch als grundlegendes menschliches Bedürfnis im Zusammenhang mit der eigenen Identität und sozialen Integration zu verstehen.

Das Gesundheitssystem steht daher vor der schwierigen Aufgabe, die Ressourcen und Fähigkeiten von Menschen derart zu fördern, dass sie entsprechend ihren Neigungen und Interessen am Arbeitsleben überdauernd und auch im höheren Alter teilhaben können.

Diese Aufgabe ist umso schwieriger, wenn Menschen chronische Einschränkungen aufweisen, die Auswirkungen auf die individuelle Leistungsfähigkeit haben. Die Teilhabe dieser Menschen am Arbeitsleben im Sinne des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) erfordert daher eine berufsorientierte Ausrichtung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen, die sich verstärkt am Erhalt oder der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit auch im Arbeitsleben orientieren müssen.

In diesem Kontext stehen für die Beurteilung arbeitsbezogener Leistungsfähigkeit vielfältige Assessmentinstrumente zur Verfügung. Je nach Fragestellung focussieren sie verschiedene physische oder psychosoziale Facetten menschlicher Leistungsfähigkeit. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR 2005a) macht diesbezüglich deutlich, dass insbesondere bei komplexen rehabilitativen Fragestellungen 'ein umfassendes, multidimensionales Assessment vorzusehen' ist.

Immer häufiger werden in diesem Zusammenhang Verfahren der Functional Capacity Evaluation (FCE) - denen der im Rahmen der vorliegenden Arbeit eingesetzte ERGOS Work Simulator2 zuzuordnen ist - zur Beurteilung arbeitsbezogener körperlicher Leistungsfähigkeit eingesetzt.

Diese verfolgen das Ziel, mit Hilfe standardisierter und oftmals auch computergestützter Simulationen, möglichst realitätsnah die Anforderungen in der Arbeitswelt nachzubilden. Dabei können diese Verfahren einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit liefern, wenn sie in den komplexen Begutachtungsprozess als Bausteine integriert werden und nicht als Einzelassessment genutzt werden, das eine abschließende Aussage zur Leistungsfähigkeit treffen soll.

Eine ganzheitliche Betrachtungs- und Herangehensweise bei der Beurteilung individueller Leistungsfähigkeiten im Rahmen arbeits- und sozialmedizinischer Leistungsbeurteilungen setzt sich zunehmend durch. Für diesen komplexen Beurteilungsprozess bietet das IMBA-Verfahren (Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt) den Fachkräften in Prävention und Rehabilitation durch einheitliche Sprachregelungen die Möglichkeit, umfassend die arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit einer Person erfassen und dokumentieren zu können.

Derzeit fehlen für IMBA allerdings einheitliche Übertragungsregeln und Algorithmen, die zuverlässige Ergebnisse zur standardisierten Dokumentation im Verfahren gewährleisten. Dies sollte jedoch in der Anwendung von Assessmentverfahren grundlegende Voraussetzung sein, wenn Entscheidungen über die Leistungsfähigkeit von Personen in der Arbeitswelt auf der Basis von Assessmentverfahren getroffen werden sollen. Grundsätzlich könnten in diesem Zusammenhang FCE-Verfahren wie ERGOS - ebenso wie psychomentale oder psychosoziale Testverfahren - die Möglichkeit eröffnen, für den Beurteilungs- und Dokumentationsprozess mit IMBA objektivierbare Ergebnisse zu erhalten.

In der Arbeit soll daher anhand des Assessments ERGOS untersucht werden, inwieweit eine Verbindung von FCE-Verfahren und IMBA möglich ist und ob diese Verbindung beider Verfahren Ergebnisse liefert, die im IMBA-Verfahren zuverlässig dokumentiert werden können.

Im theoretischen Teil der Arbeit erfolgt zunächst die Auseinandersetzung mit dem Konstrukt zur arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit, bevor im Folgenden der Begriff des Assessments vorgestellt und die Anforderungen an ein arbeitsbezogenes Assessment hergeleitet werden. Dabei wird insbesondere der Bezug zur ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) hergestellt. Des Weiteren werden die zur Anwendung kommenden Assessmentverfahren ERGOS und IMBA näher beschrieben.

Im Anschluss erfolgt die Entwicklung des ERGOS-basierten Assessmentmoduls für IMBA. In diesem Teil der Arbeit besteht der Anspruch, eine konzeptionelle Verbindung beider Verfahren zu erreichen, die eine zuverlässige Erfassung von ERGOS-basierten Ergebnissen für IMBA ermöglichen.

Die Überprüfung des entwickelten Assessmentmoduls durch die Untersuchung der Interraterreliabilität des Verfahrens an einer im Vorfeld definierten Stichprobe von Probanden mit chronischen muskuloskelettalen Beschwerden bildet die Grundlage für die Ergebnisdarstellung sowie die Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse. Abschließend werden Schlussfolgerungen zum Einsatz des neuen Assessmentmoduls gezogen.

(Einleitung des Autors)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/NV2841


Informationsstand: 18.04.2007

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