Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen - CMB

Zentrale Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer Modellinitiative der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation



Autor/in:

Brader, Doris; Faßmann, Hendrik; Lenk, Erich [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2005, 24 Seiten, ISBN: 3-9807410-5-2


Jahr:

2005



Abstract:


2001 initiierte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) das Modellprojekt Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen (CMB). Um alle Chancen zur Erhaltung von Ausbildungs- und Arbeitsverhältnissen (langzeit)erkrankter und behinderter Menschen zu nutzen, hat sie - gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und anderen Rehabilitationsträgern - ein Case Management-Konzept entwickelt, das dazu dient, auf der Grundlage einer differenzierten Analyse von Fähigkeiten und Arbeitsplatzanforderungen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben so früh wie möglich einzuleiten und damit die Fortsetzung oder Wiederaufnahme der alten oder einer angepassten beruflichen Tätigkeit oder Ausbildung im bisherigen Betrieb schneller und zielgenauer zu ermöglichen.

Die Ergebnisse der Begleitforschung zu diesem Projekt, das bundesweit an 13 verschiedenen Standorten bis November 2004 durchgeführt wurde, hat das Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS) anlässlich einer Fachtagung, an der neben den Projektpartnern mehr als 50 Experten aus dem Bereich der Rehabilitationsträger, der Anbieter von Case Management-Dienstleistungen, der Integrationsfachdienste und der Wissenschaft teilnahmen, vorgelegt. So konnten im gesamten Projektzeitraum, mit steigender Tendenz, 35 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse erhalten werden und in 13 Prozent der CMB-Fälle mündeten die leistungsgewandelten Arbeitnehmer in eine längerfristige Qualifizierungsmaßnahme ein. Dieses Ergebnis ist insbesondere angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage als sehr gut zu werten.

Die Tagungsteilnehmer waren sich einig über die Notwendigkeit einer Institutionalisierung von CMB als Voraussetzung für dessen finanzielle Absicherung und bundesweite nachhaltige Etablierung. Dabei wurde ein klares Votum für die Nutzung gewachsener Strukturen des gegliederten Sozialversicherungssystems abgegeben.

Mit dem Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und der damit verbundenen Erweiterung des § 84 SGB IX hat der Gesetzgeber die Rechtsgrundlage geschaffen, ein umfassendes Eingliederungsmanagement im Sinne von Rehabilitation statt Entlassung zu gestalten und gleichzeitig den Arbeitgebern sowie den Rehabilitationsträgern die Verantwortung für die Umsetzung eines Case Managements zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen übertragen.

Mit der Broschüre möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation die zentralen Forschungsergebnisse aus dem Modellprojekt einem breiteren Interessent(innen)kreis zugänglich machen und damit die Umsetzung von CMB nachhaltig unterstützen. Die BAR-Geschäftsführung dankt allen Beteiligten, die durch ihr Engagement für ein gutes Gelingen des Modellprojekts beigetragen haben.

[Aus: Vorwort]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen




Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)
Homepage: https://www.bar-frankfurt.de/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2960


Informationsstand: 04.08.2005

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