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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Frau sein - barrierefrei

Zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen mit Behinderung



Autor/in:

Götzinger, Kornelia; Kreilinger, Barbara; Pauser, Norbert [u. a.]


Herausgeber/in:

Österreichisches Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (BMSG)


Quelle:

Wien: Eigenverlag, 2004, 34 Seiten


Jahr:

2004



Abstract:


Im Bereich der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung wurden in den letzten Jahren viele Projekte konzipiert und umgesetzt, die sich einerseits mit der beruflichen Situation von Menschen mit Behinderung und deren Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt und andererseits mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinander gesetzt haben.Die statistischen Zahlen lassen eindeutig erkennen, dass vorrangig Männer den Nutzen ziehen und die Zahl der erwerbstätigen Männer mit Behinderung steigt.

OnlineGmbH veranstaltete im Juni 2002 einen Frauen-Event, der meinungsforschend mittels Fragebogen begleitet wurde. Vorwiegend wurden Arbeitsmarkt- und Sozialexpertinnen befragt. Dabei mussten wir feststellen, dass in Österreich keine präzisen Daten über Frauen mit Behinderung existieren.

Die Mikrozensus-Daten betreffen nur Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und vermitteln die subjektiven Einschätzungen der Bevölkerung. Von den körperlich beeinträchtigten Frauen sind 26,5 Prozent erwerbstätig und 48 Prozent in Pension. Über die übrigen 25,5 Prozent wird keine Aussage gemacht. Von den körperlich beeinträchtigten Männern sind 45,5 Prozent erwerbstätig und 42 Prozent in Pension.

Behinderte Frauen sind mehrfach benachteiligt: gegenüber behinderten und nicht behinderten Männern und gegenüber nicht behinderten Frauen. Die Arbeitslosigkeit trifft sie zum Beispiel stärker als nicht behinderte Frauen und behinderte Männer. Ihre spezifischen Bedürfnisse und Probleme werden jedoch oftmals nicht genügend erkannt und berücksichtigt, da sie in der Menge der Menschen mit Behinderungen untergehen. In Statistiken tauchen sie nur teilweise als eigenständige Gruppierung auf. Nachdem wir in einer Arbeitsgesellschaft leben, ist die Teilhabe an der Arbeitswelt der wesentliche Gradmesser über die gesellschaftliche Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Mit dem Projekt 'Frausein barrierefrei' haben wir uns zum Ziel gesetzt, Frauen mit Behinderung über ihre Berufs- und Lebenssituation selbst zu Wort kommen zu lassen und im zweiten Schritt mit ihnen und SozialexpertInnen über die Ergebnisse der Befragung zu diskutieren. Wir wollten herausfinden, welche konkreten Maßnahmen zur Chancengleichheit von Frauen und Männern mit Behinderung beitragen können! Die Ergebnisse der Befragung lassen Rückschlüsse über das bestehende Angebot im Aus- und Weiterbildungsbereich für Frauen mit Behinderung zu und sie zeigen vorhandene Lücken im Bildungsangebot auf.

Impliziertes Ziel des Projekts war es, das 'stille Thema' Behinderung und Frau zu einem öffentlichen Thema umzuwandeln. Die Ergebnisse sollten nicht in Schreibtischladen verschwinden, sondern bei jeder Gelegenheit öffentlich präsentiert werden. Dazu wurden zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des 'Europäischen Jahres für Menschen mit Behinderungen' genutzt.

In Ihren Händen liegt nun das Handbuch mit einem Maßnahmenkatalog. Inhalte dieses Handbuches sind die Ergebnisse der Umfrage, die Ergebnisse der Round-tables, die erreichten Inputs aus den Veranstaltungen und eine Darstellung des Prozesses der Vernetzung, sowie kurz-, mittel- und langfristig abzuleitende Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Berufssituation von Frauen mit Behinderungen. Damit kann ein Statusquo präsentiert werden, der an den Bedürfnissen der Frauen orientierte Weichenstellungen für arbeitsmarktpolitische und gesellschaftliche Zielsetzungen sein kann.

Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab, der Fördergeber dieses Projekts, das Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, hat die schwierige Situation von behinderten Frauen erkannt und arbeitet bereits an einem Förderprogramm für behinderte Frauen.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
E-Mail: broschuerenservice@bmask.gv.at
Homepage: https://www.sozialministerium.at/public.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3029


Informationsstand: 09.08.2004

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