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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen - quo vadis? Aktuelle Entwicklungen in Medizin, Psychologie und Sozialpolitik

Veranstaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 19./20. September 1997



Autor/in:

Wirth, Alfred; Rugulies, Reiner; Mittag, Oskar [u. a.]


Herausgeber/in:

Janssen, Jan-Peters; Rieckert, Hans; Kolenda, Klaus-Dieter


Quelle:

Kiel: Eigenverlag, 1999, 113 Seiten


Jahr:

1999



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Abstract:


Die in dem Sammelwerk zusammengetragenen Aufsätze sind redaktionelle Überarbeitungen von Vorträgen, die auf dem Kongress 'Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen - quo vadis?' gehalten wurden, der am 19. und 20. September 1997 im Auditorium Maximum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfand. Dieser Kongress wurde vom Institut für Sport und Sportwissenschaften der Universität Kiel, der Landesarbeitsgemeinschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation in Schleswig-Holstein e.V. (LAG) und dem Sportärztebund Schleswig-Holstein e.V. gemeinsam ausgerichtet und stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR).

Der Kongress fand einige Monate nach den am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen Sparbeschlüssen der alten Bundesregierung statt, durch welche die Rehabilitation in eine schwere Krise geraten ist. Aufgrund dieser Sparbeschlüsse wurden die Kostenträger, die Rentenversicherungen und die Krankenkassen, gezwungen, einen erheblichen Teil der bisherigen Ausgaben für die Rehabilitation einzusparen. Auf der anderen Seite wurde der Zugang zu Leistungen der Rehabilitation von seiten der Patienten durch Erhöhung der Zuzahlungen und Anrechnung von Urlaubstagen erschwert. Aufgrund dieser Faktoren ist es inzwischen zu drastischen Belegungseinbrüchen in vielen Rehabilitationskliniken, u.a. auch in Schleswig-Holstein, gekommen. Hunderte Rehabilitationskliniken mussten bundesweit inzwischen Konkurs anmelden, circa 50.000 Arbeitsplätze sind im Rehabilitationsbereich bisher verloren gegangen.

Die zusammengestellten Beiträge beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten einer dem heutigen Stand der Wissenschaft entsprechenden Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen. Wichtigstes Rehabilitationsziel bei Patienten mit einer chronischen Herzkrankheit ist die Sekundärprävention: besonders der Abbau von Risikofaktoren, um die Progression der Erkrankung zu stoppen. In mehreren Beiträgen geht es um den heutigen Kenntnisstand hinsichtlich psychosozialer Aspekte der koronaren Herzkrankheit und um die erforderlichen Lebensstil-Veränderungen. Weiterhin wird dargelegt, welche Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation bei Patienten nach Herzinfarkt und Bypass-Operation heute bestehen. Aber auch Aspekte der kurativen Medizin wie zum Beispiel neue Entwicklungen der medikamentösen Therapie werden ausführlich erörtert, da auch sie ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Rehabilitationsbehandlung sind. Nicht nur aus diesem Grunde ist trotz unterschiedlicher Aufgabenstellung eine enge Vernetzung zwischen Akutmedizin und Rehabilitationsmedizin notwendig. Abschließend kommen Kostenträger und in der Sozialpolitik Verantwortliche mit Beiträgen zu Wort.

Zweifellos haben die verabschiedeten Sparbeschlüsse der alten Bundesregierung inzwischen die Rehabilitationslandschaft in Deutschland nicht nur zum Guten verändert. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Rehabilitation in ihrem Kernbestand erhalten bleibt, denn objektiv wird der Bedarf an Rehabilitationsbehandlungen angesichts der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten und der damit einhergehenden zunehmenden Morbidität unserer Bevölkerung an chronischen Erkrankungen noch weiter steigen. Die Herausgeber wollen mit der Veröffentlichung der in diesem Band enthaltenen Beiträge über wichtige Inhalte der modernen kardiologischen Rehabilitation informieren. Zugleich möchten sie einen Beitrag dazu leisten, dass die Rehabilitation nicht weiter zu einem Steinbruch einer verfehlten Gesundheitspolitik verkommt. Statt dessen sollte 'Nicht an der Rehabilitation, sondern durch die Rehabilitation sparen' Leitmotiv einer verantwortungsbewussten Gesundheitspolitik werden.

(Gem. Vorwort der Hrsg.)

Aus dem Inhalt:

- Alfred Wirth: Kardiologische Rehabilitation: quo vadis?
- Reiner Rugulies: Psychosoziale Aspekte der Koronaren Herzkrankeit - Aktueller Kenntnisstand und Konsequenzen für die Rehabilitation
- Oskar Mittag: Lebensstiländerung - eine verhaltensmedizinische Herausforderung
- Wolfgang Schlicht, Gunter Volck, Hans-Hermann & Gunna Thomé: Kardiale Prävention und Rehabilitation: Wirkung der kardialen Rehabilitation auf das Streben nach persönlichen Zielen und die Bildung von sozialem Rückhalt
- Manfred J. Müller & Anja Bosy-Westphal: Was kann die Ernährungstherapie bei der koronaren Herzkrankheit leisten?
- Wilhelm Urbaszek: Neue Trends in der medikamentösen Therapie der koronaren Herzkrankheit
- Marthin Karoff: Berufliche Rehabilitation von Patienten nach Herzinfarkt und Bypass-Operation - was ist erreichbar?
- Max-Joseph Halhuber: Der chronisch Herzkranke in der Gesellschaft von morgen - Überlegungen eines Präventivkardiologen als Zusammenfassung seiner beruflichen Lebenserfahrungen
- Cordelia Andreßen: Wie geht es weiter mit der kardiologischen Rehabilitation? Was ist bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen noch möglich?
- Günter Ploß: Auswirkungen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf die kardiologische Rehabilitation


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Online-Publikation / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Sport und Sportwissenschaften
Lehrstuhl für Sportpsychologie
Olshausenstraße 74
24098 Kiel
E-Mail: sportpsychologie@uni-kiel.de
Homepage: https://www.sportwissenschaft.uni-kiel.de/de/arbeitsbereiche

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3348


Informationsstand: 02.03.2018

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