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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nachsorge im Rehabilitationsprozess nach Schlaganfall: Wer erreicht die Therapiefortsetzung, wer verbleibt in der Erwerbstätigkeit?

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Zimmermann, Markus; Behrens, Johann; Schaepe, Christiane [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 31-32, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Das Teilprojekt C5 des SFB 580 untersucht mit seinem Thema Rehabilitation zwischen Transformation und Weiterentwicklung - Individualisierung und Differenzierung von Rehabilitation im Falle gesundheitsbedingter Exklusionsrisiken, die langfristigen Verläufe nach dem Ereignis eines Schlaganfalls mit dem Ziel, Prädiktoren für einen erfolgreichen Rehabilitationsprozess nach einem Schlaganfall zu finden.

Für Deutschland werden verschiedene Datenquellen wie Routinedaten der Rentenversicherungsträger, offene und standardisierte Experten- und Klienteninterviews genutzt und erzeugt und nach Unterschieden im Ost-West und im internationalen Vergleich gefragt.

In der Befragung wurden 200 Versicherte, die mindestens einen Eintrag im Datensatz aufgrund eines Rehabilitationsantrages oder eines Antrages auf Erwerbsunfähigkeit mit Diagnose Schlaganfall aufwiesen, zu Tätigkeiten des täglichen Lebens, des subjektiven Gesundheitzustandes, der subjektiven Leistungsfähigkeit, zur Inanspruchnahme von Leistungen der Rehabilitation et cetera interviewt.

In einer multivariaten Analyse konnte das Lebensalter als wichtigster Prädiktor für den Verbleib in der Erwerbstätigkeit zum Zeitpunkt der Befragung ermittelt werden. Nach Alter kontrolliert erwies sich die Einschätzung der subjektiven Leistungsfähigkeit als signifikanter Prädiktor.

Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass die Annahme der ungleichen Versorgung nach einem Schlaganfall insbesondere in der Nachsorge beziehungsweise weiteren ambulanten Versorgung zunächst nicht bestätigt werden konnte. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Stichprobe möglicherweise einem Selection Bias unterworfen ist.

Denn medizinische Rehabilitation durch den Träger Rentenversicherung wird in der Regel nur bei denjenigen Versicherten nach einem Schlaganfall gewährt, die noch eine positive Erwerbsprognose aufweisen. Daher ist die Stichprobe nicht repräsentativ für Schlaganfallbetroffenen im erwerbsfähigen Alter.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV3358X01


Informationsstand: 15.04.2009

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