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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation - gute Servicestellenarbeit heißt gute Netzwerkarbeit und Kommunikation

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Ritter, Jürgen


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 289-291, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Der Beitrag informiert über die Arbeit von Servicestellen für Rehabilitation. Durch die Einrichtung von Servicestellen wollte der Gesetzgeber sicher stellen, dass behinderter Menschen über alle für sie in Betracht kommenden Rehabilitationsleistungen umfassend beraten werden. Die Ratsuchenden sollen aktiv im Rehabilitationsprozess begleitet werden und Schnittstellenproblemen vermieden werden.

Unter Nutzung bestehender Strukturen sind die Servicestellen errichtet worden. Zur Aufgabenerfüllung haben die Reha-Träger Beratungsteams bestehend aus dem Mitarbeiter der Servicestelle und den Ansprechpartnern aller weiteren Reha-Träger gebildet. Diese Akteure stehen unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel in Verbindung. Bundesweit gibt es derzeit 527 Servicestellen.

Auch wenn die Servicestellen von den Reha-Trägern eingerichtet worden sind, zeigte sich dennoch, dass insbesondere die Vertreter der Verbände behinderter Menschen und die Betroffenen selbst Kritik an der Arbeit dieser üben. Kritisiert werden unter anderem der mangelnde Bekanntheitsgrad, geringe Zusammenarbeit der Träger und Qualifikationsmängel.

Diese Kritik hat die Deutsche Rentenversicherung zum Anlass genommen, Strategien zur Weiterentwicklung der Arbeit der Servicestellen zu entwickeln. Hierzu wurden regionale Modellprojekte initiiert und begleitet.

Im Rahmen des Projektes 'Optimierung der Arbeit der Gemeinsamen Servicestellen im Bundesland Sachsen-Anhalt' sind zwischen November 2005 und April 2006 unter Einbeziehung von vier Servicestellen an unterschiedlichen Standorten eine Reihe von Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Arbeit der Servicestellen durchgeführt worden.

Das wesentliche Projektergebnis war die Identifizierung von Erfolgsfaktoren, die eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Servicestellen und die Verbesserung der Akzeptanz bei den Ratsuchenden bewirken können. Als maßgebliche Erfolgsfaktoren konnten dabei eine abgestimmte gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zur Steigerung der Bekanntheit der Servicestellen und regelmäßige Treffen der Mitarbeiter identifiziert werden.

Die Weiterentwicklung der Servicestellenarbeit anhand der Ergebnisse des Pilotprojekts in Sachsen-Anhalt ist Gegenstand des Projekts 'Weiterentwicklung der Servicestellenarbeit - Modellprojekt Berlin/Brandenburg'. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg werden hier die gewonnenen Erkenntnisse über Erfolgsfaktoren für eine Optimierung genutzt. Erprobt werden die Maßnahmen zunächst an zwei ausgewählten Standorten.

Es wurde deutlich, dass eine Verbesserung der Arbeit der Servicestellen nur im Zusammenwirken aller Reha-Träger gemeinsam mit allen am Reha-Prozess beteiligten erreicht werden kann. Die Qualität der Arbeit der Servicestellen hängt entscheidend davon ab, wie die Beratungsteams untereinander vernetzt sind und wie die Kommunikation funktioniert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X42


Informationsstand: 30.04.2009

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