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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsorientierte Behandlung schriftlicher Textproduktion bei Patienten mit aphasischen und nicht-aphasischen Sprachstörungen

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Claros-Salinas, Dolores; Greitemann, Georg


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 342-343, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Für die Ausbildung und zahlreiche Berufsfelder ist die Fähigkeit, Texte zu schreiben, eine wichtige Qualifikation. Schriftsprachliche Textproduktion erfordert ein komplexes Interagieren sprachlicher und nicht-sprachlicher Leistungen.

Ein Training der schriftlichen Textproduktion wird für diejenigen Patienten relevant, deren hirnschädigungsbedingte Einbußen eher geringgradig sind und deren Potenzial für eine schulische oder berufliche Rehabilitation entsprechend höher ist. Das Ziel der Studie von Claros-Salinas und Greitemann ist die Entwicklung und erste Evaluation eines störungsspezifischen Therapieansatzes.

Die Therapie war individuell auf die berufliche Teilhabe der Patienten zugeschnitten und berücksichtigte Unterschiede des Störungsprofils von Patienten mit aphasischen und nicht-aphasischen Leistungsbeeinträchtigungen. Die Therapie gliedert sich in drei Übungsphasen. In der ersten werden berufsrelevante Aufgabenstellungen entwickelt, in der zweiten die Textstruktur geplant und in der dritten zu möglichst spontaner, rascher Textproduktion motiviert.

Für Patienten mit Aphasie wurden zur Kompensation semantisch-lexikalischer Unsicherheiten Hilfen wie Synonymfunktion der PC-Textbearbeitung vermittelt. Patienten mit nicht-aphasischen Störungen wurden zusätzlich Beurteilungsaufgaben zur Verdichtung der Verständlichkeitsmerkmale angeboten. Die vierte Phase sieht das Einüben in kontrollierende Analysen des geschriebenen Textes vor.

Die schriftliche Textproduktionsleistung der Patienten wurde in einer Bildbeschreibungsaufabe vor und nach Therapie diagnostisch erhoben. Die Stichprobe bestand aus fünf Patienten mit leichten aphasischen Störungen und fünf Patienten mit nicht-aphasischen Störungen. Für beide Gruppen waren Leistungsverbesserungen nachweisbar. Die Gruppe 'Aphasie +' zeigte bei wenig textstrukturellen Auffälligkeiten vor allem Reduzierungen sprachsystematischer Fehler. Für die Gruppe 'Aphasie -' waren vor allem Verbesserungen der Textstruktur beobachtbar.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV3358X49


Informationsstand: 07.05.2009

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