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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fahreignung nach neurologischen Erkrankungen: Fahrverhalten und Therapie

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Küst, Jutta; Jacobs, U.; Karbe, Hans


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 344-345, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Neurologische Erkrankungen können die Fahreignung Betroffener auf unterschiedliche Art und Weise beeinträchtigen. Das Ausmaß dieser Problematik und deren mögliche Auswirkungen auf die berufliche Teilhabe wurden in einer ersten Untersuchung erfasst. Die Zielsetzung der von Küst, Jacobs und Karbe vorgestellten Untersuchung war es, ein Therapieverfahren zur Verbesserung der Fahreignung bei neurologischen Erkrankungen zu entwickeln und zu evaluieren.

Hierfür wurde eine randomisierte Kontrollgruppenstudie durchgeführt. Neben den psychometrischen Untersuchungsergebnissen wurde eine standardisierte praktische Fahrverhaltensprobe als Ausgangspunkt für ein drei-wöchiges individuelles praktisches Fahrtraining mit einer Fahrschule eingesetzt, das die Experimentalgruppe zusätzlich zu dem auf ihre neuropsychologischen Defizite abgestimmten neuropsychologischen Funktionstraining erhielt. Neben täglichem neuropsychologischen Training führte die Kontrollgruppe eine Placebointervention durch. Die Untersuchung wurde durch eine erneute neuropsychologische Diagnostik und Fahrverhaltensprobe abgeschlossen.

Zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe bestanden keine signifikanten Unterschiede in den soziodemografischen Daten. In den Kategorien 'Fahrkompetenz', 'Sicherheitsgefühl' und 'Emotionale Stabilität' verbesserte sich die Experimentalgruppe von der Eingangsfahrprobe zur Abschlussfahrprobe signifikant stärker als die Kontrollgruppe.

Zudem wurde ein Bußgeldbetrag errechnet, um das Ergebnis der Fahrverhaltensproben an einem Außenkriterium zu verdeutlichen und gleichzeitig eine Gewichtung der Verkehrsverstösse zu erreichen.

Ein signifikanter Haupteffekt zeigte sich für den Faktor 'Zeit' und eine signifikante Interaktion von Gruppenzugehörigkeit x Zeit, denn die Experimentalgruppe profitierte von dem zusätzlichen praktischen Fahrtraining stärker als die Kontrollgruppe von dem üblichen neuropsychologischen Funktionstraining.

Als Fazit halten die Autoren fest, dass in der randomisierten Kontrollgruppenuntersuchung nachgewiesen werden konnte, dass bereits ein drei-wöchiges praktisches Fahrtraining die Fahreignung in verschiedenen Kategorien signifikant verbessern kann. Der Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte, dass das zusätzliche Fahrtraining dem neuropsychologischen Funktionstraining bezüglich der Fahreignung deutlich überlegen ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X50


Informationsstand: 07.05.2009

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