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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die berufliche Wiedereingliederung nach neurologischen Erkrankungen: Ergebnisse aus dem MBO-Neurologie-Konzept

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Pohl, Marcus; Hipler, C.; Presl, Angelika


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 340-342, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Die Wiedereingliederung am bisherigen Arbeitsplatz (WA) beim Arbeitgeber ist besonders nach akuten neurologischen Erkrankungen ein komplizierter Prozess. Ziel des MBO-Neurologie-Konzepts, das die Autoren Pohl, Hipler und Presl in dem Artikel vorstellen, ist eine Optimierung des Rehabilitationsverfahrens für Patienten, Arbeitgeber und Rentenversicherungsträger.

Das MBO-Neurologie-Konzept wurde für die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Leipzig (DRV-M) entwickelt. In das Konzept wurden alle Patienten mit bestehendem Arbeitsverhältnis, die seit dem 21.11.2003 zur stationären neurologischen Rehabilitation der Phase D mit der DRV-M als Leistungsträger in die Klinik Bavaria in Kreischa aufgenommen wurden, eingeschlossen. Die Patienten wurden im Anschluss an die stationäre Rehabilitation bis zu zwölf Monaten oder bis zur WA betreut.

Die stationäre Betreuung umfasste neben dem indikationsspezifischen Rehabilitationsverfahren arbeitsmedizinische Untersuchungen und Beratungen einschließlich arbeitsmedizinischer Leistungsdiagnostik sowie eine individuelle Betreuung durch Fallbetreuer.

Die nachstationäre Betreuung erfolgte durch regelmäßige Kontakte zum Patienten, zu Ärzten und zum Arbeitgeber. Außerdem fand eine fachliche Abstimmung zwischen den Ärzten der Klinik und den Hausärzten beziehungsweise Fachärzten statt. Die Aufgabe des MBO-Neurologie-Teams war die Steuerung des Verfahrens in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber, dem Hausarzt und der DRV-M.

836 Patienten stimmten einer Teilnahme am Konzept zu. Bei 73,9 Prozent der Patienten handelte es sich um eine Anschlussbehandlung und bei 26,1 Prozent um ein allgemeines Heilverfahren. Das Durchschnittsalter betrug 46 plus/minus 10 Jahre.

Von den abgeschlossenen Verfahren waren 55,4 Prozent der Patienten in alter Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz und 5,5 Prozent an einem leidensgerechten Arbeitsplatz beim bisherigen Arbeitgeber integriert. 1,6 Prozent konnten nicht mehr bei bisherigen Arbeitgebern weiterbeschäftigt werden. Insgesamt waren 31,6 Prozent der Patienten bei Abschluss des Verfahrens nicht in der Lage, die Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber wieder aufzunehmen. Von ihnen war etwa ein Drittel in der Lage, eine vollschichtige Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen. Durchschnittlich betrug die Dauer des Verfahrens bei den abgeschlossenen Fällen 137 plus/minus 93 Tage.

Abschließend fassen die Autoren zusammen, dass die vollschichtige berufliche Wiedereingliederungsrate beim bisherigen Arbeitgeber mit über 60 Prozent im Vergleich zu vergleichbaren Kollektiven als sehr gut bemessen werden kann. Insgesamt stellt das MBO-Neurologie-Konzept einen viel versprechenden Ansatz in der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen dar.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358x48


Informationsstand: 07.05.2009

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