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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Umfrage in Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken zur Situation von Mädchen und Frauen mit Behinderung

Teilprojekt



Autor/in:

Hermes, Gisela


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)


Quelle:

Kassel: Eigenverlag, 2001, Stand: März 2001, 20 Seiten


Jahr:

2001



Abstract:


Der Text befasst sich mit der Problematik der Erwerbslosigkeit und niedrigen Einkommen behinderter Frauen, in dem er die Ergebnisse einer Umfrage unter dieser Personengruppe darstellt.

Die schwierige Situation dieser Frauen in ihrem individuellen Erleben sowie als gesellschaftliches Problem zeigt sich am deutlichsten, wenn man sich folgende, in der Umfrage ermittelte Tatsachen vor Augen führt: In der Bundesrepublik Deutschland gibt es etwa 5 Millionen behinderte Frauen. Etwa 70 Prozent von ihnen haben Kinder. Ihr Anteil an Arbeitslosigkeit liegt vergleichsweise hoch: im Gegensatz zu behinderten Männern, die im Jahr 1995 eine Arbeitslosenquote von circa 72 Prozent aufwiesen, zeigte sich bei den Frauen eine Quote von etwa 77 Prozent. Aufgrund des niedrigen Erwerbstätigenstatus steht behinderten Frauen dementsprechend weniger Geld zu Verfügung als behinderten Männern und als nichtbehinderten Menschen. Die geringeren Geldmittel schränken gleichzeitig die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben ein. Gleichzeitig besteht derzeit die Tendenz, dass sich die Arbeitsmarktsituation für behinderte Frauen verschlechtert.

Gründe für die Schlechterstellung behinderter Frauen sehen die Autoren aufgrund der Auswertung der Umfrageergebnisse unter anderem in schlechter oder fehlender beruflicher Qualifikation. Möglichkeiten der Abhilfe bestehen darin, Einrichtungen zur Ausbildung oder Umschulung schaffen, in welchen mehr auf Berufswünsche und Bedürfnisse behinderter Frauen eingegangen wird. Die derzeit bestehenden Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke bieten überwiegend Ausbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten für typische Männerberufe. Außerdem sind sie oft auf kurze Dauer angelegt und machen es nötig, dass die auszubildende Person am Ort verweilt. Das erschwert die Teilnahme vor allem für behinderte Mütter. Um Frauen für die Ausbildung in diesen Einrichtungen zu gewinnen, müssten somit zeitlich flexiblere Angebote geschaffen werden sowie Berufsausbildungen angeboten werden, die den Wünschen der Frauen entsprechen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Publikationsversand der Bundesregierung
Homepage: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3449


Informationsstand: 28.02.2005

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