Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychosoziale Indikatoren für die Inanspruchnahme von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Stufenweiser Wiedereingliederung

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Beck, Larissa; Mau, Wilfried


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 238-239, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Chronische körperliche Erkrankungen werden oftmals von behandlungsbedürftigen psychischen Störungen begleitet. Diese können die Therapie-Compliance und die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems ungünstig beeinflussen.

In dem Projekt von Beck und Mau wird die prognostische Bedeutung von psychosozialen Indikatoren für die Inanspruchnahme von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) und Stufenweiser Wiedereingliederung bei Patienten nach ambulanter orthopädischer Rehabilitation analysiert.

In einer Sekundäranalyse wurden Teilnehmer einer prospektiven Studie zur ambulanten orthopädischen Rehabilitation (AR) eingeschlossen, die zu Beginn der Rehabilitation erwerbstätig waren und für die Verlaufsdaten über durchschnittlich fünf Jahren vorliegen. Untersucht wurde die Inanspruchnahme von Stufenweiser Wiedereingliederung innerhalb von sechs Monaten nach der AR und die Inanspruchnahme von LTA innerhalb von fünf Jahren nach der AR.

Von den Rehabilitanden mit belastenden Arbeitsbedingungen nahmen 20 Prozent eine LTA in Anspruch. In der Regressionsanalyse reduziert sich die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme einer LTA mit höherem Alter und besserer Funktionskapazität und Frauen mit höherer Ängstlichkeit. Von den arbeitsunfähig entlassenen Rehabilitanden nahmen 27 Prozent eine Stufenweise Wiedereingliederung in Anspruch. Hier zeigte sich ebenfalls eine ungünstige Bedeutung von höherem Alter für die Leistungsinanspruchnahme.

Die Autoren fassen zusammen, dass das Alter und die körperlichen Einschränkungen die wichtigste Rolle für die Inanspruchnahme von LTA und einer AR spielen. Die höhere Ängstlichkeit kann vor allem bei Frauen ein Hindernis für die Leistungsinanspruchnahme darstellen.

Deswegen sollte geklärt werden, ob durch gezielte Maßnahmen zur Verminderung der Angst die Durchführung von LTA verbessert werden. Der Einfluss der sozialen Komponente zeichnete sich für die Inanspruchnahme von Stufenweiser Wiedereingliederung ab. Allerdings bedarf es diesbezüglich weiterer Forschungsansätze.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345531


Informationsstand: 11.07.2008

in Literatur blättern