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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Effekte einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Werksarzt und Rehabilitationsmediziner - Detailanalyse, Langzeitbeobachung

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Kühn, Werner; Knülle, Erich; Schian, Hans-Martin [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 276-278, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Die langfrisitge Integration des Patienten in das Erwerbsleben ist ein wichtiges Ziel aller am Rehabilitationsprozess Beteiligten. Der Rehabilitationsmediziner erhält jedoch in der Regel keine Rückmeldung über die langfristig gelungene Rückkehr ins Erwerbsleben.

Durch die Zusammenarbeit der Lahntalklinik Bad Ems und den Fordwerken in Köln wurden die Effekte der engen Zusammenarbeit analysiert, dokumentiert und über den Rehabilitationsverlauf hinaus verfolgt. Somit kann die Nachhaltigkeit der Reha-Maßnahmen detailiert beurteilt werden. Bislang wurden 254 Patienten der Firma Ford in der Lahntalklinik berufsspezifisch rehabilitiert. Als Dokumentationssystem wurde das Profilvergleichsverfahren IMBA genutzt.

Die Patienten wurden mit einer Kontrollgruppe von 210 Patienten verglichen. Es wurde untersucht, inwieweit die Arbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit durch die Rehabilitationsmaßnahme verändert und wiederhergestellt werden konnte und wie sich die Arbeitsunfähigkeitszeiten langfrisitg entwickelten.

An der Schnittstelle zwischen Werks- und Rehabilitationsarzt wird das Profilvergleichsverfahren IMBA genutzt. Dieses Assessmentverfahren beinhaltet neun Merkmalkomplexe, die in insgesamt 70 Haupt- und 108 Detailmerkmale ausdifferenziert werden.

Die Arbeitsplätze bei Ford werden unter Beteiligung des IMBA-Projektteams IQPR im Rahmen eines Disability Managements analysiert und entsprechende Anforderungsprofile erstellt. Diese Daten werden an die Lahntalklinik weitergeleitet, wo nach Erstellung des Fähigkeitsprofils eines Ford-Mitarbeiters ein Profilvergleich durchgeführt werden kann. Darauf basierend wird schließlich ein therapeutisches Programm erstellt. Das nach der Rehabilitation erstellte Fähigkeitsprofil wird wiederum an den Werksarzt übertragen, der einen dem Profil entsprechenden Arbeitsplatz auswählen kann.

Es zeigte sich, dass die Konversionsquote bei den nach dem Instrumentarium IMBA eingeschätzten Ford-Mitarbeitern deutlich höher war als bei der Kontrollgruppe. Bei der stufenweisen Wiedereingliederung konnten alle Patienten wiedereingegliedert werden und die innerbetriebliche Umsetzung konnte in allen Fällen realisiert werden.

Die Detailanalyse bei den Ford-Patienten ergab, dass bei den arbeitsfähigen Patienten vor allem drei Items eine Überforderung von einer Stufe aufzeigten. Mittels einer drei- bis vierwöchigen Rehabilitation konnte statistisch gesehen bei 2,1 Items eine Verbesserung um eine Stufe erreicht werden. Danach war bereits eine Wiedereingliederung möglich. Während eine Überforderung in einer Stufe die Arbeitsfähigkeit nicht gefährdet, führt eine Überforderung in drei Items bereits zu Arbeitsunfähigkeit.

Durch die enge Kooperation der Ford-Werke mit der Lahntalklinik können deutlich mehr Patienten arbeitsfähig entlassen werden. Auch die Arbeitsunfähigkeitszeiten können nach der Rehabilitation deutlich reduziert werden. Insgesamt scheine die Kooperation ein hoch effektives System zu sein, mit der Möglichkeit, Langzeiteffekte über Jahre hinweg nachzuverfolgen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Lahntalklinik | REHADAT-Angebote und Adressen
Praxisbeispiele zu Betriebliches Eingliederungsmanagement bei den Ford-Werken
Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345548


Informationsstand: 12.08.2008

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