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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die arbeitsplatzspezifische Rehabilitation - ASR - Integrierte berufliche Belastungen in der medizinischen Rehabilitation - ein bewährtes Rehabilitationsverfahren in Unfalltraumatologie und Neurologie

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Nguyen, Bernard; Tiling, Thomas


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 552-554, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


In der medizinischen Rehabilitation sind in der Regel keine beruflichen Belastungen integriert. Somit kommt es bei der Arbeits- und Belastungserprobung in der gesetzlichen Unfallversicherung am Ende der Heilbehandlung zu einer relativ hohen Abbrecherquote. Zudem fehlen bislang Qualitätsstandards im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Mit dem Konzept der Arbeitsplatzspezifischen Rehabilitation (ASR) soll diese Lücke geschlossen werden.

Die ASR ist in acht standardisierte Schritte gegliedert. Zunächst werden die medizinischen Daten ermittelt und das Rehabilitationsziel definiert.

Im Eingangstest erfolgen dann je nach Unfalldiagnose beispielsweise unfallchirurgische oder psychiatrische Untersuchungen. Basierend auf dem Eingangstest werden aus 85 Test-Assessmentverfahren die arbeitsplatzrelevanten Verfahren ausgewählt, der Patient getestet und das IST- und SOLL-Leistungsprofil verglichen.

Die arbeitsplatzspezifische Rehabilitation erfolgt schließlich an Modulen. Ebenso wird die medizinische Trainingstherapie arbeitsplatzspezifisch ausgerichtet. Nach 15 ASR-Einheiten erfolgt dann der Zwischentest. Zum Abschluss wird das aktuelle Leistungsprofil erstellt. Die Rückführung in die Arbeit erfolgt schließlich über den D-Arzt.

Anhand der ASR-Patientenakten konnte zwischen März 2003 und März 2006 ermittelt werden, ob die ASR eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Rehabilitationskonzepten ist. Die 329 Patienten waren im Mittel zuvor 284 Tage arbeitsunfähig und hatten meist bereits mehrere Rehabilitationsverfahren hinter sich. Durch die ASR wurden 223 Patienten in den alten Beruf zurückgeführt.

Abschließend fassen die Autoren zusammen, dass die ASR mittlerweile eine große Akzeptanz bei Patienten und den Unfallversicherungsträgern habe. Insgesamt stelle die ASR eine sinnvolle Ergänzung der medizinischen Rehabilitation dar und sei nachweislich effektiv und kosteneffizient.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV345566


Informationsstand: 02.09.2008

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