Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Work Ability Index als Screening für Rehabilitationsbedarf: Längsschnittergebnisse des Sozialmedizinischen Panels für Erwerbspersonen II

Vortrag auf dem Einundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 5. bis 7. März 2012 in Hamburg



Sammelwerk / Reihe:

Flexible Antworten auf neue Herausforderungen


Autor/in:

Bethge, Matthias; Radoschewski, Friedrich Michael


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2012, Seite 88-89


Jahr:

2012



Abstract:


Der Work Ability Index (WAI) wurde Mitte der 1980er Jahre vom Finnish Institute of Occupational Health entwickelt, ist mittlerweile in 26 Sprachen verfügbar und international das gebräuchlichste Instrument, um Arbeitsfähigkeit zu messen. Um die Arbeitsfähigkeit einer Person zu beschreiben, erhebt das Instrument sowohl subjektive Bewertungen wie die eigene Prognose über die zukünftige Arbeitsfähigkeit als auch sozialmedizinische Kriterien.

Die Indexwerte reichen von 7 bis 49. Höhere Werte entsprechen einer besseren Arbeitsfähigkeit. Die kontinuierlichen Werte können vier Kategorien zugeordnet werden: schlechter (7 bis 27), moderater (28 bis 36), guter (37 bis 43) und sehr guter (44 bis 49) Arbeitsfähigkeit. Bislang gibt es jedoch keine Ergebnisse aus Längsschnittstudien, die zeigen, ob die deutsche Version des WAI tatsächlich sensitiv ist, um Rehabilitationsbedarf und bedarfsbezogene Einschränkungen von Aktivität und Teilhabe zu erkennen und vorherzusagen. Um die prognostische Bedeutung des WAI zu überprüfen, wurden lineare und logistische Regressionsmodelle geschätzt. Alle Parameterschätzungen erfolgten unter Kontrolle der jeweiligen Ausgangswerte bei der Ersterhebung.

Der Beitrag trägt die Ergebnisse zusammen: Der WAI hat prognostische Bedeutung für Rehabilitationsbedarf und rehabilitationsrelevante Einschränkungen von Aktivität und Teilhabe. Als Screening-Instrument könnte er Hausärzte, Betriebsärzte und Berater in den Servicestellen unterstützen, um Rehabilitationsbedarf festzustellen und die betroffenen Personen zu einer Antragstellung zu ermutigen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '21. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Flexible Antworten auf neue Herausforderungen'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV348208


Informationsstand: 15.03.2012

in Literatur blättern