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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ganzheitliche Kompetenzentwicklung - der besondere Beitrag der Berufsförderungswerke zur Entwicklung von Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit umd Teamsteuerung


Sammelwerk / Reihe:

Die Berufsförderungswerke - Netzwerk Zukunft


Autor/in:

Eggerer, Reiner


Herausgeber/in:

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke (ARGE-BFW)


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2004, Seite 123-129


Jahr:

2004



Abstract:


Reiner Eggerer, Geschäftsführer des Berufsförderungswerks Nürnberg, spricht sich dafür aus, dass die Menschen für eine positive Zukunftsgestaltung eine ausgeprägte Handlungskompetenz mit Fähigkeiten im sozialen und methodischen Bereich und vor allem mit Problemlöse- und Selbstorganisationsfähigkeit benötigen.

In diesem Zusammenhang genügen nicht nur individuelle, sondern es bedarf auch organisationaler Lernprozesse. In diesen Lernprozessen geht es um die Bereitstellung entsprechender Ressourcen und Rahmenbedingungen sowie um die Gestaltung von Handlungsspielräumen, damit sich Lernen von Menschen und Systemen verbinden kann. Daraus resultiert, dass bezogen auf die Arbeitswelt Unternehmens- und Lernstrategien aufeinander abgestimmt sein müssen.

Im Juli 1995 fassten die Berufsförderungswerke den Beschluss, ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt 'Ganzheitliche berufliche Rehabilitation Erwachsener - handlungsorientierte Gestaltung von Lernsituationen in Berufsförderungswerken' durchzuführen. Die Konzeption der Berufsförderungswerke soll den Erfordernissen des Arbeitsmarktes angepasst werden. Sie entwickelten und entwickeln ihr Berufsangebot an Trends auf dem Arbeitsmarkt, auch die veränderten Arbeitsbedingungen erforderten ein Umdenken beziehungsweise die Neuentwicklung eines erwachsenengerechten, zeitgemäßen didaktischen Konzepts.

Des Weiteren geht Eggerer auf die Frage 'Warum handlungsorientierte Ausbildung?' ein und erläutert ihre wichtigsten Merkmale. Der 'Pädagogischen Philosophie' ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet, in welchem er erklärt, dass ganzheitliches Lernen sinnvolles Lernen sein soll. Man ist an etwas beteiligt, was man für wichtig und interessant hält, man ist aber auch an Planung, Durchführung und Auswertung beteiligt. Handlungsorientiertes Lernen ist wirklich bildendes Lernen.

Im Kapitel 'Handlungskompetenz und Arbeitsmarkt' geht der Autor näher auf die Schwerpunkte der geforderten Qualifikation ein, die neben der Fachlichkeit besonders auf der sozialen Kompetenz zu liegen scheint. Die Fachkompetenzen sind meist klar eingrenzbar und durch entsprechende Praxisnachweise auch belegbar. Die sozialen Kompetenzen hingegen sind meist nicht klar definiert und auch kaum durch Ausbildungsbelege nachzuweisen. Die Problematik der Definition liegt darin, dass nicht nur der einzelne Mensch, sondern auch seine soziale Umgebung und die jeweilige Situation in die Betrachtung einbezogen werden müssen.

Eggerer zeigt auch den Vorteil von sozialkompetenten MitarbeiterInnen auf. In diesem Zusammenhang geht es ihm auch um den Aspekt der emotionalen Intelligenz. Durch den Umgang mit anderen wird die soziale Kompetenz mit der emotionalen Intelligenz verbunden. Dadurch sind Selbstmanagement und Selbsterfahrung einerseits und Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen andererseits beteiligt. Der Anspruch in den Berufsförderungswerken ist es, im Rahmen handlungsorientierter Ausbildung TeilnehmerInnen das zu vermitteln, was sie am späteren Arbeitsplatz erfolgreich macht.

Berufsförderungswerke haben mit dem Projekt 'Ganzheitliche berufliche Rehabilitation Erwachsener' eine entscheidende und für die Zukunft außerordentlich wichtige Entwicklung vollzogen. Es ist gelungen, die klassische Dreigliederung der Kompetenzen in Fachkompetenz einschließlich Methodenkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz in die tägliche Ausbildungspraxis umzusetzen. Damit wird ein ganzheitliches Konzept verfolgt, das nicht nur erwachsenengerecht ist, sondern die besonderen Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt bereits berücksichtigt. Berufsförderungswerke werden auch in Zukunft ihren Beitrag zur weiteren Entwicklung leisten und damit die Integration ihrer TeilnehmerInnen kontinuierlich verbessern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Die Berufsförderungswerke - Netzwerk Zukunft' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e.V. (BV BFW)
Homepage: https://www.bv-bfw.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV351214


Informationsstand: 27.07.2005

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