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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Innovation durch Vernetzung

Informationen zur 2. Förderrunde der Gemeinschaftsinitiative EQUAL



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA); Gemeinschaftsinitiative EQUAL


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2004, Stand: 1. Januar 04, 52 Seiten: PDF: DIN-A4, Broschüre


Jahr:

2004



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Abstract:


Mit der Gemeinschaftsinitiative EQUAL (GI EQUAL) wurde von der Europäischen Kommission ein arbeitsmarktpolitisches Programm aufgelegt, das darauf zielt, modellhaft neue Handlungsstrategien zum Abbau von Diskriminierungen jeglicher Art im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt zu entwickeln und zu erproben.

In EQUAL erfolgreich umgesetzte Innovationen sollen in die arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumentarien der Mitgliedstaaten transferiert werden und zur Verwirklichung der Ziele und zur Weiterentwicklung der Europäischen Beschäftigungsstrategie beitragen. Als transnationales Programm soll EQUAL ferner Austausch, gegenseitiges Lernen und die Nutzung von Synergien der Programm- und Projektakteure auf europäischer Ebene fördern. In diesem Sinne zielt EQUAL auch auf die Förderung des sozialen Zusammenhalts und die Integration der neuen Mitgliedstaaten.

Die GI EQUAL kann damit gewissermaßen als Innovationslabor zur Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie und der von den Mitgliedstaaten erstellten Nationalen Aktionspläne (NAP) bezeichnet werden. Sie ist ein Instrumentarium auf dem Weg zur Realisierung des Beschlusses des EU-Rates über die Leitlinien für beschäftigungspolitische Maßnahmen der Mitgliedstaaten (Lissabon, 2000), nach dem die Europäische Union 'zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt' werden soll. Ein Wirtschaftsraum, der 'fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt' zu erzielen.

Die Förderbereiche von EQUAL entsprechen den Säulen der Europäischen Beschäftigungsstrategie und umschließen Maßnahmen zum Abbau von Ungleichheiten und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt in den Bereichen
- Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit,
- Entwicklung des Unternehmergeistes,
- Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und ihrer Beschäftigten sowie
- Chancengleichheit von Frauen und Männern.
Jedem Förderbereich sind dabei zwei Themen zugeordnet. Zusätzlich wird der Themenbereich
- Asylbewerberinnen und Asylbewerber umgesetzt.

Die GI EQUAL zählt zu den Strukturfondsprogrammen der Förderperiode 2000-2006 und wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. In der 'Mitteilung der Kommission an die Mitgliedstaaten zur Festlegung der Leitlinien für die Gemeinschaftsinitiative EQUAL über die transnationale Zusammenarbeit bei der Förderung neuer Methoden zur Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten jeglicher Art im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt' vom 14.04.2000 definiert die EU-Kommission die Grundsätze der Gemeinschaftsinitiative EQUAL, auf deren Basis die einzelnen Mitgliedstaaten ihr jeweiliges Operationales Programm entwickelten. Dabei war auch ein enger Bezug zu den Prioritäten der Nationalen Aktionspläne herzustellen.

Am 30.12.2003 folgte auf der Basis der Erfahrungen der 1. Förderrunde die 'Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zur Festlegung der Leitlinien für die zweite Runde der Gemeinschaftsinitiative EQUAL für die transnationale Zusammenarbeit zur Förderung neuer Methoden zur Bekämpfung aller Formen der Diskriminierung und Ungleichheit im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt 'Freizügigkeit guter Konzepte'.

Dieses Dokument bildet die Grundlage von EQUAL in der 2. Förderrunde. Für die spezifische Umsetzung von EQUAL in Deutschland sind das 'Programm für die Gemeinschaftsinitiative EQUAL in der Bundesrepublik Deutschland 2000-2006' (PGI) und die deutsche Förderrichtlinie maßgeblich. Alle Dokumente können auf der EQUAL-Website www.equal-de.de abgerufen werden.

Für die Umsetzung von EQUAL stehen in der EU weit über 3 Mrd. Euro aus Mitteln des ESF zur Verfügung. Das deutsche Programm umfasst weit über 500 Mio. Euro, die durch nationale Kofinanzierung auf rund 1 Mrd. Euro im Programmverlauf aufgestockt werden.

Die Umsetzung von EQUAL erfolgt in zwei Förderrunden, deren erste in Deutschland am 16. Januar 2002 startete. In dieser 1. Förderrunde sind insgesamt 109 Entwicklungspartnerschaften (Projektverbünde) tätig, die über 1. 640 Teilprojekte umschließen. Im März 2004 beginnt mit dem Aufruf zur Einreichung von Interessenbekundungen in Deutschland das Antragsverfahren zur 2. Förderrunde. Die 2. Förderrunde selbst wird europaweit zum 01. Januar 2005 angestoßen. Neben den EU-Mitgliedstaaten werden an dieser Förderrunde auch die zehn neuen EU-Beitrittsländer mitwirken.

Bei der Gestaltung der 2. Förderrunde sollen insbesondere auch die Erfahrungen der 1. Förderrunde, die für alle Beteiligten Neuland bedeutete, ausgewertet und nutzbar gemacht werden.

Die vorliegende Broschüre erläutert wesentliche Aspekte der Programmstrategie der Gemeinschaftsinitiative EQUAL. Sie will die speziellen Handlungsprioritäten von EQUAL in Deutschland aufzeigen und die organisatorische und zeitliche Umsetzung der 2. Förderrunde transparent machen. Zudem ist sie gedacht als praktische Hilfestellung für alle diejenigen, die sich für eine Mitwirkung an EQUAL interessieren und einen Antrag stellen wollen.

Zugrundegelegt ist der Sachstand von Januar 2004. Insofern sich noch Änderungen ergeben, werden diese zeitnah auf der EQUAL-Programmwebsite www.equal-de.de bekannt gegeben. Neben der vorliegenden Broschüre informiert die 'EQUAL-Förderfibel' über die finanziellen Rahmenbedingungen bei der Umsetzung von EQUAL-Entwicklungspartnerschaften.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Öffentlichkeitsarbeit und Internet
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Startseite/start.html

Für Gehörlose und Hörgeschädigte:
E-Mail: info.gehoerlos@bmas.bund.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3525


Informationsstand: 11.05.2005

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