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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wiedereingliederungsperspektiven und subjektive Indikation zur Stufenweisen Wiedereingliederung bei Reha-Antragstellern der Deutschen Rentenversicherung vor Beginn der Medizinischen Rehabilitation

Vortrag auf dem Zweiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 Mainz



Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?


Autor/in:

Bürger, Wolfgang; Streibelt, Marco


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2013, Seite 69-72


Jahr:

2013



Abstract:


Hintergrund:

Seit dem 01.05.2004 werden nach § 51 Abs. 5 SGB IX Stufenweise Wiedereingliederungen (STW) im unmittelbaren Anschluss an eine medizinische Rehabilitation in Trägerschaft der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) durchgeführt, nachdem bis dahin STW eine Leistung ausschließlich der gesetzlichen Krankenkassen waren (Wasilewski et al., 1995). Seit der gesetzlichen Veränderung hat in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme solcher Leistungen stattgefunden. Die Frage, welchen Versichertengruppen eine STW empfohlen und nahegelegt wird, ist von erheblicher Bedeutung für Umfang und Kosten der entsprechenden Maßnahmen. Rehabilitationseinrichtungen spielen mit ihrem Aufklärungs- und Empfehlungsverhalten eine zentrale Rolle bei der Inanspruchnahme von STW zu Lasten der Rentenversicherung (Bürger et al., 2011). Damit sind das Mengengerüst und die erreichten Zielgruppen durch die Rentenversicherung prinzipiell gut steuerbar, wenn sie entsprechend klare Indikationsempfehlungen an die Rehabilitationseinrichtungen kommuniziert. Angesichts der Bedeutung von Empfehlungen zur STW fördert die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) derzeit eine umfangreiche prospektive Studie mit dem Ziel, verlässliche Informationen über geeignete Zielgruppen und differenzielle Effekte hinsichtlich der Wiedereingliederungsquoten für eine STW zu Lasten der Deutschen Rentenversicherung zu erhalten.

Fragestellung:

In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, mit welchem Risikoprofil für eine erfolgreiche Wiedereingliederung Versicherte ihre medizinische Rehabilitation beginnen und welche Versicherten erwarten, von einer STW in Bezug auf ihre berufliche Wiedereingliederung profitieren zu können.

Methodik:

Der Beitrag stellt die Ergebnisse zum ersten Messzeitpunkt einer von der DRV Bund geförderten prospektiven Studie zur Effektivität der STW vor. Dargestellt werden Ergebnisse einer repräsentativen Querschnittsbefragung von über 11.000 Antragstellern (bis 60 Jahre) mit bestehendem Arbeitsverhältnis, die vor Antritt ihrer medizinischen Rehabilitation mit einem standardisierten Erhebungsinstrument befragt wurden. An standardisierten Erhebungsinstrumenten wird u. a. das Screening-Instrument SIBAR (Bürger, Deck 2009), der PHQ mit den Skalen Angst und Depressivität sowie die Skalen körperliche und emotionale Rollenfunktion des SF 36 eingesetzt. Die Indikation zu einer Stufenweisen Wiedereingliederung wurde nach Abschluss der Rehabilitation aus der Perspektive der Versicherten mithilfe von Fragen nach dem Zutrauen zur Rückkehr an den Arbeitsplatz erfasst. Dabei wird geprüft, ob die Möglichkeit einer stufenweisen Wiedereingliederung die subjektive Wiedereingliederungsprognose verbessern könnte.

Ergebnisse:

Insgesamt 18 % der Befragten äußern einen subjektiven STW-Bedarf dergestalt, dass die subjektive Wiedereingliederungserwartung steigen würde, wenn die Möglichkeit einer allmählichen Gewöhnung an die Arbeitsanforderungen bestünde. Die entsprechende Erwartung ist verstärkt ausgeprägt bei Versicherten mit höheren Fehlzeiten, hoher beruflicher Belastung und Unzufriedenheit sowie erhöhtem Frühberentungsrisiko. Versicherte mit aktueller Krankschreibung (seit etwa 4 Wochen) und mit Fehlzeiten von mehr als 12 Wochen im gesamten Jahr vor der Rehabilitation erwarten verstärkt, dass eine stufenweise Gewöhnung an die Belastung des Arbeitslebens ihre Wiedereingliederungsprognose verbessern könnte.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV357304


Informationsstand: 29.05.2013

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