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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fragebogen zu Arbeitsbezogenen Copingfähigkeiten und Rückkehrintention (JoCoRi) als Outcomemaß einer Gruppentherapie bei Arbeitsplatzängsten

Poster auf dem Zweiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 Mainz



Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?


Autor/in:

Muschalla, Beate; Hoffmann, K.; Fay, D. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2013, Seite 92-94


Jahr:

2013



Abstract:


Hintergrund:

Arbeitsplatzbezogene Ängste sind ein häufiges und beeinträchtigendes Sonderphänomen in der Behandlung von Patienten mit psychischen wie auch mit somatischen Erkrankungen. Sie gehen häufig einher mit Langzeitkrankschreibung und Frühberentung. Es wurde eine Gruppentherapie speziell für Arbeitsplatzängste entwickelt, die als Zielsetzung sowohl eine Förderung funktionalen Umgangs mit arbeitsbezogenen Ängsten, Förderung arbeitsbezogener Copingfähigkeiten sowie eine Steigerung arbeitsbezogener Rückkehrintention hat (Muschalla, 2012). Da Arbeitsplatzängste bei bevorstehender tatsächlicher Konfrontation mit dem Arbeitsplatz (zum Beispiel nach einer stationären Psychotherapie, bei Aufhebung der Arbeitsunfähigkeit; Muschalla, Linden, 2012) eher ansteigen, ist ein Outcomemaß vonnöten, welches arbeitsbezogene Copingfähigkeiten und Rückkehrintentionen erfasst.

Methode:

Auf Grundlage bewährter verhaltenstherapeutischer Ansätze der Angstbehandlung und Fähigkeitstrainings (Hillert et al., 2007; Margraf, Schneider, 1990) sowie systematischer Sichtung etablierter psychologischer Grundlagenliteratur zu Verhaltenskontrolle und Handlungsintention (Heckhausen et al., 1987) wurde ein Selbstbeurteilungsfragebogen entwickelt, der spezifische arbeitsbezogene Copingstrategien und Rückkehrintentionen erfasst. Dieser Fragebogen zum 'Job-Coping-und-Rückkehr-Intention' (JoCoRI) wurde bei 190 Patienten (18-64 Jahre) in der orthopädischen (11 %), kardiologischen (9 %), neurologischen (14 %) Rehabilitation der Brandenburgklinik Bernau sowie der Psychosomatik (64 %) der Rehazentren Bad Salzuflen und der Heinrich-Heine-Klinik in Potsdam erprobt.

Ergebnisse:

Faktorenanalytische Ergebnisse bestätigen eine mehrfaktorielle Struktur mit den Subskalen arbeitsbezogenes Copingverhalten, arbeitsbezogenes Selbstwirksamkeitserleben, interne Kontrollüberzeugung und Bedeutsamkeit der Arbeit, Rückkehrintention und -planung, externale Kontrollüberzeugung bezüglich Arbeitsängsten, externale Kontrollüberzeugung bezüglich Arbeitsbewältigung. Tabelle 1 gibt ausschnittsweise einen Überblick über die Items der Subskala 'arbeitsbezogenes Coping'.

Schlussfolgerungen:

Mit dieser Instrumentenentwicklung wird ein modellhafter Versuch geliefert, wie eine feingliedrigere Erfassung von Therapieoutcomes durch theoretische Herleitung und mit verhaltensorientierten Itemformulierungen realisiert werden kann. Outcomes sind somit weniger stark anfällig für Verzerrungen durch unkontrollierbare Faktoren (zum Beispiel Chancen auf dem Arbeitsmarkt) als beispielsweise ein Globalmaß der subjektiven Arbeitsfähigkeits- und Erwerbsprognose (zum Beispiel Work-Ability-Index).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

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Referenznummer:

R/NV357307


Informationsstand: 04.06.2013

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