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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prädiktoren der Verbesserung der beruflichen Leistungsfähigkeit bei Patienten der onkologischen Rehabilitation: Ergebnisse auf der Grundlage einer routinemäßigen Patientenbefragung

Vortrag auf dem Zweiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 Mainz



Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?


Autor/in:

Nübling, Rüdiger; Junghans, Constanze; Mehnert, Anja [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2013, Seite 261-263


Jahr:

2013



Abstract:


Hintergrund:

Die Rückkehr ins Erwerbsleben wird für Patienten der onkologischen Rehabilitation zunehmend zu einem zentralen Behandlungsziel. Ein Grund dafür liegt in den erfreulicherweise steigenden Überlebensraten durch die verbesserte medizinische, psychosoziale und rehabilitative Versorgung (Mehnert, Koch, 2012). Demzufolge werden spezifische Maßnahmen, die die beruflichen Kontextfaktoren in den Vordergrund der Behandlung rücken (vgl. z. B. Bürger et al., 2012; Streibelt, Buschmann-Steinhage, 2011), auch für die onkologische Rehabilitation immer wichtiger.

Methodik:

In der Studie wird auf der Grundlage einer routinemäßigen und kontinuierlichen Patientenbefragung (Ein-Punkt-Messung bei Entlassung) untersucht, welche Faktoren zu einer Besserung oder Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit beitragen. Hierzu wurden alle erwerbstätigen Patienten von insgesamt 5 Kliniken der Paracelsus-Gruppe einbezogen, die zwischen Juli 2010 und Juni 2012 behandelt wurden und an der Befragung teilgenommen haben. Das Befragungsinstrument stellt eine Adaptation des Fragebogens des QS-Reha-Programms der DRV dar und wird bundesweit in Kliniken unterschiedlicher Trägerschaft (privat, DRV, kommunal) und Indikationen eingesetzt. Erfasst werden u. a Patientenbewertungen zur ärztlichen, psychologischen und pflegebezogenen Versorgung sowie auch eine Reihe sozialmedizinischer Einschätzungen (vgl. Müller-Fahrnow et al., 2005; Nübling et al., 2010).

Ergebnisse:

Grundlage der Analyse sind die Daten von n=7.099 Patienten. Die Erfassungsquote liegt bei ca. 75 % aller behandelten Patienten. Sie sind mehrheitlich weiblich (81 %), durchschnittlich 52 Jahre alt (SD=7,4), mit eher höherer Schulbildung (36 % Realschule, 39 % Fachhochschulreife/ Abitur). Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt 23 Tage (SD=4,4). Über eine Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit vor Aufnahme berichten 78 % der Patienten. Am Ende der Reha wird die berufliche Leistungsfähigkeit von 75 % der Patienten, die bei Aufnahme eine Einschränkung berichten, als gebessert eingestuft. Zur Prüfung der Vorhersagbarkeit der Veränderungseinschätzung wurden Einzelkorrelationen zwischen Ausgangs- und Prozessvariablen sowie eine multiple Regressionsanalyse gerechnet. In letzterer wurden die Variablen mit den höchsten (r >0,10) und signifikanten Einzelkorrelationen einbezogen. Den höchsten Beitrag zur Vorhersage leistet die Einschätzung, nützliche Empfehlungen für das Berufsleben erhalten zu haben. Dies ist auch die mit Abstand höchste Einzelkorrelation (r=0,34). Weitere Prädiktoren sind nach Schulabschluss und bereits vor Aufnahme gestelltem Rentenantrag, die Besprechung von möglichen Wegen der Zielerreichung, die Einschätzung, ob der behandelnde Arzt verständlich war und die richtigen Behandlungen veranlasst hat, sowie die Gesamteinschätzung der Organisation der Therapieplanung.

Diskussion:

Auch in einer relativ kurzen stationären Rehabilitationsmaßnahme kann die berufliche Leistungsfähigkeit erwerbstätiger onkologischer Patienten verbessert werden. Wichtige Voraussetzungen hierfür stellt zum einen die Fokussierung auf die beruflichen Rahmenbedingungen(vgl. auch Bürger et al., 2012) und hier insbesondere die Vermittlung konkreter Empfehlungen für das künftige Berufsleben dar. Inwieweit diese für die Weiterentwicklung des Behandlungsangebotes in der onkologischen Rehabilitation relevanten Zusammenhänge auch über die Zeit nach der Reha (katamnestisch) gilt, muss über eine mehrere, insbesondere einen katamnestischen Zeitpunkt/e umfassende Studie beantwortet werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

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Referenznummer:

R/NV357342


Informationsstand: 05.06.2013

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