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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Manualisierung arbeits- und berufsbezogener Gruppenangebote in der Sozialen Arbeit

Poster auf dem Dreiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 10. bis 12. März 2014 Karlsruhe



Sammelwerk / Reihe:

Arbeit - Gesundheit - Rehabilitation


Autor/in:

Hoppe, Antje; Hain, Doris; Labahn, Martina [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2014, Seite 71-73


Jahr:

2014



Abstract:


Hintergrund:

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation stellt entsprechend dem Anforderungsprofil der Deutschen Rentenversicherung (2012) eine konzeptionelle Neuorientierung von Diagnostik und Therapie in der medizinischen Rehabilitation dar. Dies soll durch eine Fokussierung auf den aktuellen beziehungswiese angestrebten Arbeitsplatz der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden geschehen. Die Informationen über Lösungsansätze der individuellen berufsbezogenen und sozialrechtlichen Problemsituation, die Motivierung, Begleitung und Anleitung beziehungsweise Unterstützung der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden bei ihrer Eingliederung in das berufliche Umfeld und gegebenenfalls die Vermittlung und Anbahnung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden durch die Berufsgruppe der Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen erbracht. Diese Leistungen sollen im Rahmen der MBOR-Kernangebote verstärkt mit berufsbezogenen oder psychoedukativen Gruppenangeboten in der Sozialen Arbeit umgesetzt werden.

Methodik:

Manualisiert wurden Gruppenkonzepte der Sozialberatung im Reha-Zentrum Schömberg. Den Gruppenkonzepten lagen langjährige praktische Erfahrungen und die Qualitätskriterien für standardisierte Patientenschulungen zugrunde. Bei der Manualisierung der Gruppenprogramme wurde auf das didaktische Konzept des Gesundheitstrainingsrogramms der DRV Bund zurückgegriffen. Für jeden Schulungsabschnitt (Modul) wurden Lernziele formuliert und begründet, die Inhalte zur Erreichung des Lernziels benannt, Durchführungshinweise gegeben und Material wie Arbeitsblätter und Folienhilfen nach Bedarf erstellt. Die Curricula beinhalten für jede Unterrichtseinheit Angaben zum Thema und zur Zielgruppe der Schulungseinheit, der empfohlenen maximalen Teilnehmerzahl, der Berufsgruppe der Schulenden, dem Zeitumfang, dem erforderlichen Schulungsmaterial sowie den Anforderungen an den Schulungsraum. Zur Vermittlung der Lerninhalte werden vor allem interaktive und den Rehabilitanden kognitiv aktivierende Vorgehensweisen wie Diskussion, Einzel- und Kleingruppenarbeit und Rollenspiel empfohlen.

Ergebnis:

Es wurden Schulungsprogramme zu den Themen 'Einführung in das Sozialrecht', 'Berufswegplanung' und 'Konflikte am Arbeitsplatz' erarbeitet. Die Curricula sind modular konzipiertund können indikationsübergreifend eingesetzt werden. Die Zielgruppe sind Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit einer besonderen beruflichen Problemlage (BBPL). Das Curriculum 'Einführung in das Sozialrecht' ist in seinen drei Modulen auf die Vermittlung von Wissen im interaktiven Vortrag zu verschiedenen Themen des Sozialrechts wie das soziale Netz (zum Beispiel finanzielle Absicherung bei Krankheit), Möglichkeiten des Nachteilsausgleiches bei Krankheit und Behinderung sowie das Rentenrecht fokussiert. Im Curriculum 'Berufswegplanung' steht die Bearbeitung der individuellen beruflichen Problemlage eines jeden teilnehmenden Rehabilitanden im Mittelpunkt. In den drei Modulen erarbeiten die Teilnehmer mittels Arbeitsblättern, Einzel- und Gruppenarbeit und einer Hausaufgabe individuelle und konkrete Strategien zur Lösung ihrer beruflichen Problemsituation und planen die Umsetzung im Alltag. Das Ziel der drei Module des Curriculums 'Konflikte am Arbeitsplatz' ist die Bearbeitung der individuellen Konflikte im beruflichen Kontext eines jeden Teilnehmers. Neben der Vermittlung von theoretischen Grundlagen zu den Themen Konflikt und Konfliktbewältigung steht die Erarbeitung von konstruktiven Lösungsansätzen für die Arbeitsplatzkonflikte im Vordergrund. Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden erhalten Raum zur Erprobung und Übung der neuen Verhaltensstrategien in Form von Rollenspielen.

Schlussfolgerung und Ausblick:

Es wurden für drei in der medizinisch-beruflichen Rehabilitation relevante Themenbereiche der sozialen Arbeit Curricula erstellt, die in der Rehabilitationspraxis umgesetzt oder als Basis für Konzepterstellungen von einrichtungsspezifischen Gruppenangeboten genutzt werden können. Die Realisierung der von der DRV formulierten MBOR-Anforderungen an Rehabilitationseinrichtungen wird unterstützt und kann zu einer hohen Versorgungsqualität in der medizinisch-beruflichen Rehabilitation beitragen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '23. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Arbeit - Gesundheit - Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV362217


Informationsstand: 17.04.2014

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