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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Empfehlungen zur Begutachtung von Schlaf-Wachstörungen und Tagesschläfrigkeit


Autor/in:

Rühle, K.-H.; Mayer, Geert


Herausgeber/in:

Mayer, Geert; Penzel, Thomas


Quelle:

Somnologie - Schlafforschung und Schlafmedizin, 1998, Volume 2 (Number 2), Seite 89-95, Darmstadt: Steinkopff, ISSN: 1432-9123 (Print); 1439-054X (Online)


Jahr:

1998



Abstract:


Der Begutachtung von Schlaf-Wachstörungen kommt zunehmende Bedeutung zu, weil insbesondere bei SBAS und neurologischen Krankheitsbildern (ICSD) ein hohes Risiko aus der Erkrankung resultiert.

In den Empfehlungen werden Grundsätze zur Begutachtung der wichtigsten Krankheitsbilder vorgestellt, die mit Tagesschläfrigkeit einhergehen. Bei der Vorstellung der Methoden wird betont, dass die einzelnen Tests und Fragebögen jeweils nur Teilaspekte der zu bestimmenden Leistung erfassen. Sie sollten deshalb individuell anhand des Einzelfalles zusammengestellt werden, um eine Gesamtbeurteilung des Falles zu ermöglichen.

Die Begutachtung umfasst unter anderem die Frage einer Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit oder nach dem Grad der Behinderung. Sie sollte insbesondere berücksichtigen, ob es sich um eine passagere, behandelbare oder irreversible Störung handelt.

In vielen Fällen kann durch eine geeignete Therapie eine Berentung vermieden werden. Fahrer von Kraftfahrzeugen, insbesondere Berufskraftfahrer mit Schlaf-Wachstörungen sollten in regelmäßigen Abständen im Schlaflabor überprüft werden. Allerdings ist der Arzt nicht gesetzlich verpflichtet, Bedenken bezüglich einer Fahrerlaubnis den Behörden zu melden. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, den Patienten über sein Risiko zu informieren und dies möglichst schriftlich festzuhalten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Recommendations and expert aspects for the judgement on sleep wake disorders and excessive daytime sleepiness


Abstract:


Expert opinion in the judgement of sleep wake disorders gets more and more importance, because sleep related breathing disorders and other medical entities according to the International classification of sleep disorders (ICSD) are associated with disablement and an increased risk of automobile accidents. In this report, some principles concerning expert opinions in diseases with daytime sleepiness are presented.

It is pointed out, that a single test and questionnaires represent only partial aspects of the questioned performance. Therefore tests and questionnaires should be compiled individually to get a general judgement. Expert opinion concerns permanent and total disability or degree of disablement. Sleep wake disorders should be separated into reversible, treatable and irreversible disorders. In many cases of a treatable condition disability benefits can be avoided.

Car drivers, especially commercial drivers with sleep wake disorders should be controlled on a regular basis. However the physician is not obligated to report the patient to the licensing authorities. But he has the responsibility to inform the patient of the risk inherent in operating a motor vehicle and to document his warning.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Somnologie - Schlafforschung und Schlafmedizin
Homepage: https://www.springer.com/medicine/neurology/journal/11818

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3704


Informationsstand: 16.05.2007

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