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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget und berufliche Teilhabe


Autor/in:

Blesinger, Berit; Dühr, Ingrid; Ziegler, Angelika [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, Online-Ressource, 2007


Jahr:

2007



Abstract:


Das Projekt Integrative Arbeitsmöglichkeiten und Persönliches Budget führte am 29. Juni 2007 in Nürnberg eine regionale Informationsveranstaltung zum Thema Persönliches Budget und berufliche Teilhabe durch. Fast 100 VertreterInnen aus verschiedenen Bereichen der Selbsthilfe, der Behindertenhilfe, von Leistungsträgern, der Verwaltung und Politik waren anwesend, um sich über Grundlagen, Verfahrenswege, Zuständigkeiten sowie offene Fragen und Probleme zum Thema auszutauschen.

Die Informationsveranstaltung wurde vom Aktion Mensch-Projekt Integrative Arbeitsmöglichkeiten und Persönliches Budget der BAG UB organisiert und mit den ProjektpartnerInnen IFD Nürnberg, ACCESS Erlangen und der Boxdorfer Werkstatt durchgeführt.

Hintergrund der Entscheidung, von Hamburg aus eine große regionale Veranstaltung zum Thema Persönliches Budget in Nürnberg zu organisieren, war der regionale Schwerpunkt der Projektaktivitäten im Raum Nürnberg/Erlangen. Neben Hamburg ist diese Region einer der zwei Projektstandorte, an denen modellhaft Angebotsstrukturen für Menschen mit Behinderungen evaluiert und gefördert werden, die das Ziel haben, integrative Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und zu erweitern.

Die Informationsveranstaltung zeigte, dass das Interesse an diesem Angebot sehr groß ist. Die Informationsveranstaltung war ein voller Erfolg: Die circa 85 vorhandenen Plätze waren ausgebucht und die Veranstaltung dauerte circa eine Stunde länger als geplant, was dem Interesse der Teilnehmenden keinen Abbruch tat. Der Erfolg der Veranstaltung zeigte zum einen den hohen Informationsbedarf zum Thema Persönliches Budget und berufliche Teilhabe, zum anderen zeigte sie, dass für die TeilnehmerInnen der intensive und nachhaltige regionale Austausch und die Förderung der Netzwerke vor Ort ein wichtiger Faktor ist.

Weitgehender Konsens bestand während der Informationsveranstaltung darin, dass das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeiten bei der Suche nach geeigneten beruflichen Perspektiven bedeuten kann. Es wurde aber auch festgestellt, dass noch viel geschehen muss, um Selbstbestimmung und Wahlfreiheit tatsächlich umfassend für alle potenziellen BudgetnutzerInnen unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung zu erweitern.

Damit das Potenzial des Persönlichen Budgets zum Tragen kommen kann, ist es unablässig, den Grundgedanken des Persönlichen Budgets ernst zu nehmen, die NutzerInnen als eigenverantwortliche und kompetente Personen in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen und zu versuchen, eine individuell passende und für alle Beteiligten stimmige Lösung zu finden. Weiterhin muss unbedingt vermieden werden, dass BudgetnutzerInnen durch die Inanspruchnahme des Persönlichen Budgets zum Beispiel finanzielle oder sozialversicherungsrechtliche Nachteile gegenüber traditioneller Lösungen eingehen. Die Höhe der Leistungen muss sich auch und gerade bei der Leistungsform des Persönlichen Budgets am individuellen Bedarf der NutzerInnen bemessen; für die grundsätzliche Frage der Sozialversicherung von NutzerInnen jenseits der Werkstätten für behinderte Menschen muss eine tragfähige Lösung gefunden werden.

Es muss außerdem die Budgetfähigkeit von Leistungen weiter geprüft werden; Antragsverfahren müssen vereinfacht, Bearbeitungszeiten verkürzt, Verfahrensweisen und Zuständigkeiten geklärt sein und Budgetberatung und -assistenz im erforderlichen Umfang gewährleistet werden. Die Informationsveranstaltung machte deutlich, dass all das nur in Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten gelingen kann.

Präsentationen aus dieser Veranstaltung können als einzelne PDF-Dokumente von der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Unterstützte Beschäftigung (BAG UB) heruntergeladen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Graue Literatur / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)
Homepage: https://www.bag-ub.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3831


Informationsstand: 04.09.2007

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