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Bibliographische Angaben zur Publikation

DGRW-Update Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Horn, Sabine


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 24-26


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung ist das Kernstück der Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung. Die gesetzliche Grundlage dazu findet sich im SGB VI.

Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung umfasst
- das qualitative Leistungsvermögen
- das quantitative Leistungsvermögen unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes
- die Berücksichtigung therapeutischer Optionen einschließlich Rehabilitationsbedürftigkeit
- die Festlegung des Beginns einer Leistungsminderung und
- eine prognostische Aussage zur Dauer der Leistungsminderung mit Einschätzung der Besserungswahrscheinlichkeit.

2004 empfahl die SOMEKO (Kommission zur Weiterentwicklung der Sozialmedizin in der gesetzlichen Rentenversicherung) in ihrem Abschlussbericht
- die weitere Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten
- Entwickeln von Leitlinien, Standards und Empfehlungen für eine Optimierung der sozialmedizinischen Sachaufklärung.
- Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement:
- fachlich (klinisch, sozialmedizinisch)
- ablauf- und teilweise auch aufbauorganisatorisch
- ökonomisch,
um bundesweit eine Gleichbehandlung aller Versicherten zu gewährleisten (VDR 2009).

Die Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten wurde in Form eines bundesweit gültigen sozialmedizinischen Glossars erreicht. Um möglichst einheitliche, gut nachvollziehbare sozialmedizinische Leistungsbeurteilungen zu erhalten, implementierte die Deutsche Rentenversicherung in den letzten 10 Jahren die Leitlinien zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit und zum Rehabilitationszugang. Sie sollen dazu führen, dass Gutachten formal möglichst einheitlich gestaltet und die medizinischen Ermittlungen zielgerichtet geführt werden. Inhaltlich werden die Grenzen der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung möglichst klar definiert durch sogenannte harte Eckdaten zum Schweregrad einer Störung, bei denen grundsätzlich von einem Leistungsvermögen von mehr als 6 Stunden oder auch von einem Leistungsvermögen von weniger als 3 Stunden auszugehen ist. Für die weitere Differenzierung der Leistungsbeurteilung werden dann Folgen von Komorbiditäten einbezogen und die sogenannten weichen Daten wie Verlauf, Therapie, Beobachtungen neben dem Untersuchungsgang und Berichte über die Alltags- und Freizeitgestaltung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396401


Informationsstand: 14.09.2015

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