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Bibliographische Angaben zur Publikation

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation in der Orthopädie - Ergebnisse der Reha-Qualitätssicherung

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Lindow, Berthold; Grünbeck, Peter


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 47-49


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Mit dem Konzept 'Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation' (MBOR) hat die Deutsche Rentenversicherung ein spezifisch auf Rehabilitanden mit besonderen beruflichen Problemlagen abgestelltes Rehabilitationsangebot entwickelt (Manteuffel, 2013). Das Konzept sieht sowohl eine frühzeitige und trennscharfe Identifizierung der Zielgruppe als auch ein intensives, an der individuellen Problemlage orientiertes Behandlungsprogramm vor (Streibelt, Buschmann-Steinhage, 2011): Therapieinhalte und -mengen sind in einem Anforderungsprofil beschrieben (Deutsche Rentenversicherung Bund, 2012). Die Reha-Qualitätssicherung konnte bisher die Zielgruppe unter allen Rehabilitand*innen nicht eindeutig abgrenzen. Mit der Schaffung spezifischer Fachabteilungen unter dem Fachabteilungsschlüssel 2397 konnten für das Jahr 2012 erste Auswertungen vorgenommen werden. Es wird sowohl die Frage einer zielgenauen Rehabilitand*innenzuweisung als auch einer am spezifischen Konzept ausgerichteten Therapie untersucht. Zukünftig wird MBOR durch ein unter 'besondere Behandlungsformen' eingerichtetes Merkmal des RV-einheitlichen ärztlichen Entlassungsberichts erkennbar sein.

Erste Ergebnisse lassen Unterschiede zwischen orthopädischen Rehabilitand*innen und solchen in MBOR-Abteilungen sowohl bezüglich der Rehabilitand*innenmerkmale als auch der therapeutischen Versorgung erkennen. Soziodemografische Merkmale von Rehabilitand*innen weisen auf eine gezielte Abteilungsauswahl hin. Die KTL-Analysen zeigen deutliche Therapieschwerpunkte bei MBOR-Rehabilitand*innen und anderen orthopädischen. Eine berufsorientierte therapeutische Ausrichtung kann anhand detaillierter Auswertungen nachvollzogen werden. Für das Entlassungsjahr 2013 sind wesentlich höhere Fallzahlen zu erwarten. Die Ergebnisse hierzu werden Ende 2014 vorliegen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Ergebnisse auf der aktualisierten Grundlage bestätigen Einrichtungsunterschiede werfen die Frage nach standortspezifischen Konzepten auf. Auch der mögliche Einfluss der Abteilungsgröße oder Fallzahl auf die Leistungsgestaltung lässt sich darstellen. Die Übertragbarkeit auf andere Indikationen ist ebenfalls eine aktuelle Frage.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396410


Informationsstand: 14.09.2015

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