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Bibliographische Angaben zur Publikation

Konzeption und Evaluation der beruflich orientierten Intervention Perspektive Job für onkologische Rehabilitanden

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Kähnert, Heike; Exner, Anne-Kathrin; Leibbrand, Birgit


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 54-55


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die Rehabilitation verfolgt unter anderem das Ziel, die berufliche Funktionsfähigkeit wiederherzustellen sowie eine vorzeitige Berentung zu verhindern. Daher sollten Medizinisch-beruflich orientierte Maßnahmen (MBOR) integrale Bestandteile einer Rehabilitation sein. Im Vergleich zur orthopädischen oder kardiologischen Rehabilitation existieren für die onkologische Rehabilitation nur wenige Informationen zu Inhalten, Prozess-/Strukturqualität und Wirksamkeit von MBOR-Maßnahmen (Bethge, 2010; Böttcher et al. 2013; Kittel & Karoff, 2008; Weiß et al. 2014). Aufgrund dieser unzureichenden Datenlage hatte die Studie das Ziel, beruflich orientierte Therapiemaßnahmen (MBOR-Modul 'Perspektive Job') für die onkologische Rehabilitation zu konzipieren sowie diese in die Routineversorgung zu implementieren. Der Entwicklungsprozess und das MBOR-Modul wurden mittels formativer Evaluation überprüft.

Zusammenfassend wird festgestellt, dass die (Re-)Integration onkologischer Patienten in das Erwerbsleben für die Rehabilitation eine besondere Herausforderung darstellt, denn hierfür ist eine gezielte Verzahnung von medizinischen und beruflich orientierten Maßnahmen notwendig. Dementsprechend wurde das MBOR-Modul 'Perspektive Job' bedarfsorientiert mit dem Reha-Team entwickelt. Die interdisziplinäre Konzeption von 'Perspektive Job' stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung und konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Nach Einführung des Moduls wurden die MBOR-Therapien verstärkt von den Rehabilitanden als beruflich orientierte Angebote wahrgenommen und positiv bewertet. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der interdisziplinären Teamarbeit bei der Erarbeitung neuer Konzepte und Therapiemodule für die stationäre Rehabilitation. Im Rahmen einer Pilotstudie mit sequentiellem Interventions-/Kontrollgruppen-Design werden zurzeit Daten zur Wirksamkeit von 'Perspektive Job' erhoben, um Aussagen zur nachhaltigen Verbesserung berufsbezogener Outcomes treffen zu können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396413


Informationsstand: 14.09.2015

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