Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hängt der Erfolg arbeitsbezogener Leistungen in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen von der Wiedereingliederungsprognose ab? Eine Re-Analyse von zwei kontrolliert randomisierten Studien

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Streibelt, Marco; Menzel-Begemann, Anke


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 56-57


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Insbesondere aus der Orthopädie ist bekannt, dass Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsleistungen (MBOR, DRV Bund, 2012) bei Personen mit besonderen beruflichen Problemlagen (BBPL) dann besonders erfolgreich sind, wenn sie strukturiert auf die individuellen Anforderungen am Arbeitsplatz fokussieren und diese in das Zentrum von Diagnostik und Therapie rücken (Streibelt, Bethge, 2014; Kittel, Karoff, 2008).

Die bisherigen methodisch hochwertigen Studien bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen konnten bislang keinen überzeugenden Nachweis für diese These erbringen (Menzel-Begemann, 2012; 2014). Unterschiedliche Hypothesen könnten diesen Befund erklären. Insbesondere ist bislang ungeklärt, wie die Zielgruppe für eine MBOR in der Neurologie aussieht. Bisherige Analysen gehen davon aus, dass die im MBOR-Anforderungsprofil dokumentierten klassischen BBPL-Kriterien nur eingeschränkt gelten (Neuderth et al., 2014). Der vorliegende Beitrag versucht diese Frage zu erhellen. Es wird angenommen, dass Subgruppen mit einer schlechteren Return-to-work(RTW)-Prognose in der Neurologie stärker von einer MBOR-Intervention profitieren.

Zur Diskussion steht, dass Patienten in der neurologischen Rehabilitation um so eher von komplexen MBOR-Interventionen zu profitieren scheinen, je kritischer ihre RTW-Prognose ist. Allerdings muss dieser Befund aktuell auf die psychische Gesundheit reduziert werden. Damit werden bisherige Erkenntnisse aus anderen Indikationsbereichen bestätigt, die eine differentielle Wirkung der MBOR nahelegen. Die Verwendung der klassischen BBPL-Kriterien ist auf dieser Basis auch in der Neurologie zu empfehlen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396414


Informationsstand: 14.09.2015

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