Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die MBO-Kompakt-Neurowoche: Maßnahmenbewertung, Return to Work und berufliche Leistungsfähigkeit nach 6 bzw. 12 Monaten

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Neuderth, Silke; Lukasczik, Matthias; Knörzer, Jürgen [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 58-59


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die MBO-Kompakt-Neurowoche in der Klinik Bavaria in Bad Kissingen zielt darauf ab, neurologischen Rehabilitanden mit Diskrepanzen zwischen beruflichen Anforderungen und aktueller Leistungsfähigkeit die Rückkehr in den Beruf erleichtern. Das 7-tägige berufsorientierte Behandlungskonzept wird im Anschluss an die reguläre neurologische Rehabilitation durchgeführt und umfasst psychosoziale und kognitive Behandlungsbausteine sowie Trainingsangebote zur besseren Bewältigung körperlicher Arbeitsplatzanforderungen (Lukasczik et al., 2012; Presl et al., 2012).

Mittels formativer Evaluation wurden
(1) Unterschiede zwischen Maßnahmenteilnehmern und Nicht-Teilnehmern,
(2) die sozialmedizinische Situation der Teilnehmer 6 und 12 Monate nach der Maßnahme und
(3) die Beurteilung der Maßnahme durch die Teilnehmer untersucht.

In die MBO-Kompakt-Neurowoche werden Rehabilitanden mit beruflicher Problemlage und guter berufsbezogener Behandlungsmotivation aufgenommen. Die Stichprobe ist mit denen anderer Studien vergleichbar (Menzel-Begemann, 2012). Die Gesamtmaßnahme sowie einzelne Elemente werden als hilfreich für die Rückkehr an den Arbeitsplatz und die Bewältigung von Arbeitsplatzproblemen angesehen. Basierend auf den Evaluationsdaten wurden die psychologischen Behandlungsmodule mittlerweile weiter ausgebaut. Die meisten Rehabilitanden konnten wieder in ihren Beruf zurückkehren, über 60 % geben nach 12 Monaten keine nennenswerten Leistungseinschränkungen an. Dauerhafte Probleme mit Ermüdbarkeit, Konzentration und Arbeitstempo weisen jedoch darauf hin, dass Nachsorgeangebote wie individuelle Fallbegleitung oder auch Intervalltherapie hilfreich wären (vgl. Schupp, 2011).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396415


Informationsstand: 14.09.2015

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