Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychische Erkrankungen bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Zander, Janett; Lindow, Berthold


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 74-76


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) hat gerade für Personen mit psychischen Erkrankungen eine große Bedeutung (APK, 2004).Grund hierfür ist der positive Einfluss der Erwerbsfähigkeit auf die Betroffenen, nämlich u. a. die Möglichkeit, persönliche Erfolge und Sicherheit durch Bewältigung der äußeren Anforderungen zu erreichen und somit einer Chronifizierung entgegenzuwirken (Brieger et al., 2006). Psychische und Verhaltensstörungen haben mehr Auswirkungen als somatische Erkrankungen auf Aktivitäten und eine mögliche Teilhabe der Betroffenen (DRV, 2014). Deshalb bedürfen Menschen mit psychischen Erkrankungen häufig konzeptionell besonderer LTA-Leistungen. Zur Leistungserbringung steht ein differenziertes System von Einrichtungen zur Verfügung. So gibt es neben den Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken, Werkstätten für behinderte Menschen, Rehabilitationseinrichtungen für psychisch Kranke (RPK) sowie Berufliche Trainingszentren (BTZ). Letztgenannte sind speziell für psychisch behinderte Menschen konzipiert worden und führen im Wesentlichen Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen durch, in geringem Umfang auch Arbeitserprobung, Berufsfindung und in Einzelfällen auch Ausbildungen. Der Anteil der Rehabilitanden mit psychischen Erkrankungen (ohne Abhängigkeitserkrankungen), der in den letzten 8 Jahren (2006 bis 2013) eine berufliche Rehabilitation von der Deutsche Rentenversicherung erhalten hat, liegt relativ konstant bei 12-13 %.

Die Ergebnisse der Reha-Qualitätssicherung wurden erstmals für die Gruppe der psychisch erkrankten RV-Rehabilitanden ausgewertet. Die Teilnehmermerkmale, wie Alter oder Arbeitslosigkeit, unterscheiden sich nicht gravierend zur Vergleichsgruppe, jedoch ist der hohe Frauenanteil der psychisch Erkrankten deutlich höher. Anhand der Auswertungen wird deutlich, dass sowohl die Integration in das Erwerbsleben als auch der Anteil der psychisch erkrankten Rehabilitanden mit einem erfolgreichen Abschluss niedriger ist. Zudem ist diese Gruppe der Rehabilitanden leicht kritischer in der Rehabilitandenzufriedenheit. Um nicht nur Informationen zur Ergebnisqualität zu erhalten, werden die Rehabilitanden aus den BTZ zukünftig auch in die Teilnehmerbefragung der RV einbezogen. Hierzu erfolgte eine Prüfung des Fragebogens durch die entsprechende Bundesarbeitsgemeinschaft. Der Geltungsbereich der Leistungsklassifikation für die berufliche Rehabilitation bezieht sich ebenfalls auf die konzeptionellen Leistungen für die psychisch Erkrankten. An der Entwicklung und Pilotierung der Leistungsklassifikation waren auch die BTZ beteiligt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396422


Informationsstand: 14.09.2015

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