Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Prognose von Integrationserfolg und Prüfung integrationsbezogener Effekte einer Förderung arbeitsbezogener Bewältigungsmuster in der beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Baumann, Ricardo


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 78-80


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Nach der AVEM-Typologie (Fragebogen von Schaarschmidt und Fischer, 2008) können vier arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster unterschieden werden: G 'Gesund', S 'Schonung', A 'Überengagiert', B 'Burnout'. A- und B-Muster gelten als Gesundheitsrisikomuster und G- und S-Muster als Nichtrisikomuster. Grundgedanke der vorliegenden vom iqpr durchgeführten Studie war, dass eine geringe Bedeutsamkeit der Arbeit (S-Typ) und hohes Anforderungs- und geringes Ressourcenerleben (B-Typ) die Integrationschancen mindern. Ein hohes Arbeitsengagement gepaart mit einer guten Erholungsfähigkeit (G-Typ) schien dagegen geeignet, gute Integrationschancen zu gewährleisten, während ein exzessives Arbeitsengagement (A-Typ) aufgrund der hohen Motivation einen integrationsförderlichen, aufgrund der eigenen Ressourcenberaubung aber auch einen integrationshemmenden Aspekt zu haben schien (Baumann, 2007).

Untersucht werden sollten die Effekte einer passgenauen Förderung für A-, B- und S-Muster auf den Integrationserfolg. Dazu sollte auch überprüft werden, ob sich die Integrationschancen ohne spezifische Intervention je nach AVEM-Muster unterscheiden. In früheren Analysen konnte gezeigt werden, dass die arbeitsbezogene Belastbarkeit je nach AVEM-Muster variiert und bei Personen mit B-Muster durch die in der Studie entwickelten Interventionen verbessert werden kann (Baumann et al., 2012).

Nach den Studienergebnissen haben AVEM-Muster bei 2-jährigen Qualifizierungen keine prognostische Relevanz für den zeitnahen Integrationserfolg. Darüber hinaus konnten die im Projekt durchgeführten Interventionen nicht die Chancen für die zeitnahe Integration verbessern. Die geringen Fallzahlen in der Interventionsgruppe schwächen jedoch die Aussagekraft dieses Ergebnisses. Auffällig sind die Befunde zur Relevanz der subjektiven Gesundheit zu Qualifizierungsbeginn für den Integrationserfolg drei Jahre nach Qualifizierungsbeginn und zur möglichen Relevanz eines AVEM-Risikomusters zu Qualifizierungsbeginn für die dauerhafte Wiedereingliederung. Hier ergeben sich neue Forschungsansätze.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396424


Informationsstand: 14.09.2015

in Literatur blättern