Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Welche Relevanz hat die freiwillige Teilnahme von Rehabilitanden an einer wissenschaftlichen Studie im Umschulungskontext?

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Arling, Viktoria; Spijkers, Wilhelmus


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 80-82


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Nach SGB IX (§ 4 Absatz 3 und 4; vgl. Ellger-Rüttgart et al., 2009, Seite 14) gilt es im Kontext der beruflichen Rehabilitation den Betroffenen bezüglich Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft gemäß seinen Neigungen und Fähigkeiten angemessen zu fördern. In der Literatur werden im Sinne einer zielorientierten Gestaltung eines Rehabilitationsprozesses neben demografischen auch kognitive (zum Beispiel Kreuzpointer, 2009) und Persönlichkeitsvariablen (zum Beispiel Slesina et al., 2010) als relevante Einflussgrößen diskutiert.

So wurde mit der Studie untersucht, inwiefern Persönlichkeits- und Motivationsaspekte Einfluss auf den Rehabilitationserfolg nehmen. Aufgrund der Beobachtung, dass der Umstand einer (freiwilligen) Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie als solcher von Interesse für ein Studienergebnis sein kann, liegt der Fokus der nachfolgenden Darstellung auf der Analyse von freiwilliger Studienteilnahme bzw. Nicht-Teilnahme, unter Berücksichtigung demografischer Routinedaten (Gaul et al., 2006).

Die Ergebnisse weisen daraufhin, dass im Kontext einer freiwilligen Studienteilnahme teilnehmerspezifische Aspekte wie (späterer) Umschulungserfolg und Behinderungsgrad insofern von Relevanz sind, als dass der gesündere und insgesamt erfolgreichere Teilnehmer eher bereit ist an einer entsprechenden Untersuchung mitzuwirken. Den Bootstrap-Ergebnissen sind geringe Verzerrungen und konstante Standardfehler zu entnehmen, was für das zugrunde liegende Modell spricht. Auf eine eher beschränkte Aussagekraft deuten die prävalenzunabhängigen Werte und der Youden-Index hin. Zusammenfassend lassen sich diese Ergebnisse als Hinweis darauf werten, dass bei einer freiwilligen Studienteilnahme, im Gegensatz zu einer Vollerhebung im Kontext von Routinedaten, die Teilnahmebereitschaft als solche schon als potentieller Risiko- bzw. positiver Prognosefaktor mit einzukalkulieren ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396425


Informationsstand: 14.09.2015

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