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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sind stufenweise Wiedereingliederungen nach medizinischer Rehabilitation erfolgreich? Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Bürger, Wolfgang; Streibelt, Marco


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 83-85


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Stufenweise Wiedereingliederungen (STW) sind ein etabliertes Instrument, um arbeitsunfähige Versicherte nach längerer Erkrankung schrittweise wieder an die volle Arbeitsbelastung heranzuführen. Seit 2004 werden STW im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation auch in Trägerschaft der Gesetzlichen Rentenversicherung (STW-GRV) durchgeführt. Trotz der starken Verbreitung ist die Evidenzlage zu STW gering (Wasilewski et al., 1995; Bürger 2004). Erste Erkenntnisse über STW-GRV konnten im Rahmen einer retrospektiv angelegten Studie gewonnen werden (Bürger et al., 2011; Bürger, Streibelt, 2011). Seitdem fand eine deutliche Zunahme von STW in Trägerschaft der GRV statt. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der methodischen Einschränkungen der Vorgängerstudie wurde eine umfassende prospektive Langzeitstudie initiiert, um Informationen über Wirksamkeit, Kosteneffektivität und differentielle Effekte für STW-GRV zu erhalten. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse dieser Studie vor.

Den vorliegenden Daten zufolge sind STW hinsichtlich der grundlegenden Zielstellung ein effektives Instrument. Aufgrund der großen repräsentativen Stichprobe und den umfassenden Parallelisierungen auf der Basis der Daten vor Beginn der Rehabilitation erscheinen die Ergebnisse verlässlich. Die STW-Teilnahme erhöht die Chance der beruflichen Wiedereingliederung und senkt die Fehlzeiten sowie den EM-Rentenzugang nach der Rehabilitation. Weitere Analysen sind insbesondere zur Frage der Kosten und zu differenziellen Effekten notwendig, um die Kosteneffektivität des Instruments abzuschätzen und geeignete und weniger geeignete Zielgruppen für STW zu identifizieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396426


Informationsstand: 14.09.2015

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