Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

RiRes - Patienten- und Therapeuteneinschätzung zu Risiken und Ressourcen für den Behandlungs(miss)erfolg in der psychosomatischen Rehabilitation

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Brütt, Anna Levke; Magaard, J.; Niedrich, J. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 103-105


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Bisher profitieren nicht alle Patienten gleichermaßen von der stationären psychosomatischen Rehabilitation. Wird die Reduktion der Symptomatik als Kriterium herangezogen, können krankheitsbedingte Variablen wie der Schweregrad der Erkrankung und Beeinträchtigung, aber auch die Motivation und Arbeitsunfähigkeitszeiten den Erfolg der Behandlung vorhersagen (Lange et al., 2012). Mit der Orientierung an der ICF rücken vermehrt Rehabilitationsziele und damit Erfolgskriterien in Bezug auf Aktivitäten und Teilhabe in den Vordergrund, zudem wird die Bedeutung der umwelt- und personbezogenen Faktoren, die einen Behandlungserfolg erschweren oder fördern, hervorgehoben.

Vor diesem Hintergrund sollten in diesem Projekt Kontextfaktoren genauer untersucht und ihr Zusammenhang mit teilhabeorientierten Rehabilitationsoutcomes geprüft werden. In der ersten Projektphase wurde eine Risiko- und Ressourcenliste (RiRes) entwickelt, die Fragen zum sozialen- und Arbeitsumfeld, zur beruflichen Perspektive, zum Umgang mit der Erkrankung und zu Erwartungen an die Behandlung sowie persönliche Angaben umfasst. Ziel der 2. Projektphase war es, die Patientenversion und die Therapeutenversion der RiRes hinsichtlich ihrer prognostischen Validität zu überprüfen.

Diskussion: In diesem Projekt entstanden die Patienten- und die Therapeutenversion der RiRes, die Fragen zu umweltbezogenen (soziales- und Arbeitsumfeld, beruflichen Perspektive) sowie personbezogenen Faktoren (Umgang mit der Erkrankung, Erwartungen an die Behandlung, persönliche Angaben) enthalten. Mit der RiRes-P können die Beeinträchtigungen der Aktivitäten und der Teilhabe sechs Monate nach Behandlungsende mit einer Varianzaufklärung von bis zu 39 Prozent vorhergesagt werden. Anhand der identifizierten Cut-off-Werte kann zudem das Risiko für einen Patienten mit späterem ungünstigerem Verlauf gezielter eingeordnet werden. Auf Basis dieser RiRes-Versionen könnten Behandlungsempfehlungen ausgesprochen und Interventionen zugewiesen oder gegebenenfalls speziell für diese Gruppen entwickelt werden, um auch denjenigen Patienten, die bisher nicht nachhaltig von der psychosomatischen Rehabilitation profitierten, eine möglicherweise effektivere Behandlung anbieten zu können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396436


Informationsstand: 14.09.2015

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