Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychodiagnostik bei Menschen mit geistiger Behinderung

Poster auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Jagla, Melanie; Augustin, M.; Baumeister, A. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 112-113


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die Prävalenz psychischer Störungen liegt in der Allgemeinbevölkerung bei ca. 22 % und kann bei Menschen mit einer geistigen Behinderung auf bis zu 60 % ansteigen (Schanze, 2014). Die Diagnostik mit Selbstbeurteilungsinstrumenten ist aufgrund der Intelligenzminderung zumeist nicht möglich; psychische Störungen werden fast ausschließlich über Verhaltensbeobachtung und Fremdbeurteilung diagnostiziert (Schanze, 2014).

Im deutschsprachigen Bereich liegen bislang keine Selbstbeurteilungsinstrumente vor, die körperliche und psychische Symptome bzw. Störungen bei Menschen mit einer geistigen Behinderung erfassen. Um adäquate Interventionen ableiten zu können, ist die Diagnostik der psychischen Störung, auch auf Selbstbeurteilungsebene, unabdingbar (Cayne, Hatton, 1998). Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Modifikation der Symptom-Checklis -90-Standard (SCL-90-S; Franke, 2014), um diese als Selbstbeurteilungsinstrument für Menschen mit einer geistigen Behinderung einsetzbar zu machen.

Die Praktikabilitätsstudie zeigte, dass die Selbstbeurteilung psychischer Symptome bei Menschen mit einer geistigen Behinderung gut möglich ist. Die modifizierten Skalen Depressivität, Somatisierung sowie Paranoides Denken/Psychotizismus zeigten leichte Schwächen in der Darbietung einiger Items. Verbesserungsvorschläge wurden im Nachhinein mit den Patienten erarbeitet und umgesetzt; eine erneute Prüfung wird durchgeführt. Mit der Modifikation der 4 Skalen der SCL-90-S wurde ein erster Schritt getan, um für Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Screeningverfahren zur Selbstbeurteilung körperlicher und psychischer Symptome zur Verfügung zu stellen. Die Modifikation der weiteren Skalen sowie die psychometrische Prüfung des überarbeiteten Verfahrens werden die nächsten Arbeitsschritte sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396440


Informationsstand: 14.09.2015

in Literatur blättern