Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die prädiktive Validität des SIMBO-C bei psychischen Erkrankungen

Poster auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Streibelt, Marco


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 121-123


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitationsleistungen (MBOR) sind erfolgreich, um Patienten mit besonderen beruflichen Problemlagen (BBPL) wieder in das Arbeitsleben zu reintegrieren (Kittel, Karoff, 2008; Streibelt, Bethge 2014a). Zur Identifikation von BBPL-Patienten wurden Screeninginstrumente entwickelt. Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat aufgrund der guten Ergebnisse in umfassenden Validierungsstudien in der orthopädischen Rehabilitation den SIMBO-C in die Antragsunterlagen integriert (Streibelt, 2009; Streibelt, Bethge, 2014b). Er wird in der Orthopädie bereits regelhaft zur Unterstützung der Steuerung in MBOR Behandlungskonzepte eingesetzt. Offen ist, ob der SIMBO-C auch bei psychischen Erkrankungen valide berufsbezogene Probleme vorhersagen kann.

Diskussion der Ergebnisse: Kritische berufliche Ereignisse nach der Rehabilitation treten bei psychischen Erkrankungen in mehr als der Hälfte der Fälle auf. Die Vorhersage dieser Ereignisse gelingt durch den SIMBO-C sehr gut. Der identifizierte Schwellenwert liegt mit 27 Punkten leicht über den Erkenntnissen aus der Orthopädie. 87 % der Rehabilitanden mit späteren beruflichen Problemen werden damit korrekt vorhergesagt. Umgedreht weisen auch knapp 80 % der durch den SIMBO-C identifizierten BBPL-Patienten drei Monate nach der Rehabilitation berufliche Probleme auf. Damit ist der SIMBO-C diesen Analysen zufolge bei psychischen Erkrankungen als Screeninginstrument sowohl im klinischen Setting wie auch bei Reha-Trägern zur Steuerung von MBOR-Patienten in entsprechende Behandlungskonzepte geeignet.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396443


Informationsstand: 14.09.2015

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