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Bibliographische Angaben zur Publikation

Welche Faktoren beeinflussen die Absicht zur Beantragung medizinischer Rehabilitation?

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Mohnberg, Inka; Spanier, Katja; Radoschewski, Friedrich Michael [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 138-139


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Im System der Rentenversicherung gilt der Grundsatz 'Rehabilitation vor Rente'. Die aktuelle Statistik zeigt, dass mehr als die Hälfte der vorzeitigen Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit keine medizinischen Rehabilitationsleistungen in Anspruch genommen hat (DRV, 2013). Ein erhebliches Potential zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit durch Rehabilitation bleibt somit ungenutzt. Die Inanspruchnahme einer Rehabilitationsmaßnahme setzt eine Antragstellung durch den Versicherten selbst voraus, bedarf also einer bewussten Entscheidung. Frühere Studien zeigen, dass die Absicht einer Rehabilitationsantragstellung mit subjektiv schlechter Gesundheit, frühere Rehabilitationserfahrung, Unterstützung durch Hausärzte und Familie sowie positiven Ergebniserwartungen assoziiert ist (Zimmermann et al., 1999). Zudem wird vermutet, dass weitere Faktoren die Antragsabsicht beeinflussen und sich die Bedeutung dieser Faktoren für Subgruppen unterscheidet.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Analysen zeigen, dass subjektive Einschränkungen der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit sowie die Häufigkeit der Inanspruchnahme ambulant ärztlicher Versorgung die Intention zur Antragstellung beeinflussen. Bei Männern ist die Absicht einer Antragstellung deutlich stärker mit dem Gesundheitszustand, dem Ausmaß der Arbeitsfähigkeit und dem Umfang ambulant ärztlicher Versorgung assoziiert als bei Frauen. Informationen zu den Möglichkeiten medizinischer Rehabilitation könnten einen stärkeren Fokus auf rehabilitationsrelevante Bedarfsmerkmale setzen. Ein leicht zu bearbeitendes Bedarfsscreening könnte die Selbsteinschätzung von Rehabilitationsbedarf unterstützen, um Unter- und Überversorgung zu verringern (Bethge et al., 2012).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396445


Informationsstand: 14.09.2015

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